Sei siegreich                                                                        

 

Sei siegreich – Predigt vom 28.02.2026      

 

 

 

Einen schönen Guten Tag, meine lieben Freunde! Ich begrüße euch ganz herzlich. Heute habe ich ein sehr gutes Thema: Siegreich leben; im Glauben leben, mit Gott leben, erfolgreich leben usw. Und heute möchte ich ganz besonders das Fasten betrachten. „Diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten“, hat Jesus einmal gesagt. Um siegreich zu leben, musst du den Teufel besiegen, musst du mit Dämonen und unreinen Geistern kämpfen, was es auch immer ist.

 

 

 

Ich möchte über das Fasten sprechen. Im Monat März bis Ostern, die Christen fasten, Ramadan, die Moslems fasten, und ich möchte auch dich zum Fasten einladen, denn das Fasten ist eine Kraft Gottes, die Atomkraft Gottes sogar! Wer das einmal entdeckt hat, der kann es nicht mehr lassen.

 

 

 

Es ist ein Fasten, das die Welt verändert, das Gottes Kraft freisetzt, das dir ein Leben in einer neuen Dimension ermöglicht; es ist ein Fasten, das Gott gefällt. Du kannst es nachlesen (s. Jes 58,1-12).

 

 

 

Wir wollen Gott gefallen, nicht den Menschen. Wir wollen Gott dienen, nicht den Menschen. Und wir wollen Gott suchen. Indem wir Gott dienen, werden wir erfolgreich sein. Gott sagt: „Suchet mich, so werdet ihr leben.“ (Siehe Am 5,4b) „Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen“, spricht der HERR (s. Jer 29,13b-14a LUT 1912). Wir wissen ja, dass der Mensch Gott verloren hatte im Garten Eden (s. 1 Mose 3,6b.8b). Das war eine Katastrophe!

 

 

 

Gott suchen – was ist das? Gut, dass du fragst. Wo sollen wir Gott suchen? Wie sollen wir Gott suchen? Warum sollen wir Gott suchen? Dem will ich heute nachgehen. Gott suchen, das ist etwas ganz Wichtiges! Es ist nicht einfach, obwohl es sich einfach anhört. Gott suchen? Als ob wir Ihn verloren hätten. Ja, wir haben Ihn verloren, indem wir – Adam und Eva – im Garten Eden ungehorsam wurden. Doch diese Suche ist sehr anstrengend!

 

 

 

„Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen“, spricht der HERR. Gott suchen, und zwar mit dem ganzen Herzen! Nicht nur mit einem halben oder einem Drei-Viertel-Herzen. Nicht nur, wenn man jung ist, sondern allezeit! Man kann es immer tun, mit 17 oder mit 70.

 

 

 

Warum müssen wir Gott eigentlich suchen? Es ist gut, dass du fragst! Wir haben alles. Wir können alles. Die Technik macht es möglich – Künstliche Intelligenz. Ja, aber das Reich Gottes ist etwas ganz anderes als die Künstliche Intelligenz. „Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“, hat Jesus einmal gesagt (s. Lk 17,21b LUT 1912).

 

 

 

Viele Religionen haben das Fasten als das zentrale Element. So der Islam, das Judentum und das Christentum. Im Hinduismus und im Buddhismus hat das Fasten oberste Priorität. Das Fasten diente in all den Religionen der Seelenreinigung des Menschen; zur Besinnung und Buße. Man konzentrierte sich auf das Wesentliche.

 

 

 

Das Fasten ist so etwas wie Frühjahrsputz der Seele in unserem Leben. Wir kennen das Fasten auf der ganzen Welt, auch in Südamerika. Bei den Mayas, Inkas und Azteken war das Fasten ein fester Bestandteil des Lebens, als die Vorbereitung auf Feste, Rituale und Zeremonien, als Kommunikation mit den Göttern, als Stärkung des Charakters und der göttlichen Gunst. Es ist eine spirituelle Reinigung von allen negativen Energien. Das ist der Sinn des Fastens.

 

 

 

Jesus kämpfte mit den Dämonen. Er wurde vom Teufel in der Wüste versucht und angefochten an Körper, Seele und Leib (s. Mt 4,1-11). Bei den Azteken war der Verzicht auf Salz wesentlich, aber auch auf Bäder bzw. die Körperpflege sowie der Verzicht auf Sexualität, auf Kakao – Schokolade –, also auf etwas Süßes.

 

 

 

Fasten ist eine Norm – einfach Gott suchen. Das Wesentliche in meinem Leben ist, Gott zu suchen. Ich selbst habe mehrmals gefastet, sogar einmal vierzig Tage lang. Fasten ist eine göttliche Tugend; eine Grundlage des Glaubens. Wer nicht gefastet hat, sollte auch nicht predigen.

 

 

 

Die ersten Christen fasteten viel, z. B., als sie Paulus als Missionar aussandten. Es steht geschrieben: Als sie aber Gottesdienst hielten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe (Apg 13,2). Sie beteten und fasteten. Fasten ordnet die Seele. Fasten verzichtet auf Nahrung. Beim Fasten geht es auch um die körperliche Gesundheit. Ich habe das Fasten in meinem persönlichen Leben entdeckt, und ich möchte es nicht missen.

 

 

 

Fasten ist ein Neustart für den Körper und den Geist. Es fördert die Selbstdisziplin, ein gesteigertes Wohlbefinden und geistliche Sensibilität. Fasten hilft, sich besser zu konzentrieren, die Stimme Gottes zu hören, und es führt zu mehr innerer Klarheit.

 

 

 

Fasten darf nicht missverstanden werden! Es bedeutet nicht, Gott zu zwingen oder Ihn zu manipulieren, sondern, sich vor Gott zu ändern, indem man Buße tut, weil man traurig darüber ist, dass man nicht so ist, wie man sein sollte.

 

 

 

Fasten ändert mich selbst, meine Umstände und meine Situation. Fasten ist keine Erpressung Gottes, so wie manche denken: „Ja, das unterstreicht meine Gebete!“ Es ist eine Unterordnung unter Gott: „Vater, Dein Wille geschehe“. (Siehe Mt 6,10b)

 

 

 

Alle Völker, alle Kulturen und alle Religionen fasteten ausnahmslos. Nur der moderne Mensch ist nicht an das Fasten gewöhnt. Er muss das Essen abstellen. Fasten verändert die Einstellung, mein Gottesbild, mein Bewusstsein und mein Unterbewusstsein.

 

 

 

Fasten stärkt und vergrößert meinen Glauben, öffnet mir die Türen für die Gegenwart Gottes. Es schärft meine Geistesgaben. Sich selbst zu beherrschen, ist der größte Sieg. Mein heutiges Thema lautet: Lebe siegreich! Und das heißt, sich selbst, seine Persönlichkeit, seinen Charakter und was es auch immer ist, zu beherrschen.

 

 

 

Fasten aktiviert die Gesetze der Selbstbeherrschung; Sieg über meine inneren Feinde. Die Feinde sind nicht außerhalb, sondern innerhalb. Es ist das Überwinden meines Egos, meiner Ängste und meiner Schwächen. Die Selbstüberwindung hat das Fasten als Grundlage. Es geht um die Selbstbeherrschung meiner niederen Triebe wie Essen, Sexualität, Lust – und zwar heißt das, dass ich nur noch darauf ausgerichtet bin.

 

 

 

Fasten grenzt meine egoistischen Impulse ein. Und das ist der wahre Sieg: die Wiederherstellung der inneren Harmonie und Balance. Gottes Wille ist die Wiederherstellung meiner inneren Persönlichkeit.

 

 

 

Wer fastet und betetet bezwingt die dunklen Mächte, die in einem Menschen sind. Fasten ist die Übereinstimmung von Seele und Leib. Es ist ein lebenslang anhaltender Prozess, immer wieder! Manche Religionen, z. B. die Methodisten mit John Wesley, führten ein, dass deren Nachfolger zweimal in der Woche, meistens freitags und montags, fasten. Fasten ist Abbau von Stress. Fasten ist, Dinge anzunehmen, zu akzeptieren, und zu sagen, „ja, Herr“, Spannungen zu lösen und den Geist zu beruhigen. Und das geschieht alles innerlich, in mir selbst.

 

 

 

Fasten ist, sich selbst anzunehmen und den Körper so zu akzeptieren, wie er ist; ihn zu entdecken. Wir kennen unseren Körper gar nicht. Die meisten Leute haben ihre ganzen Geschmacksnerven zerstört. Aber, wenn du fastest, riechst du sogar wenn du am Metzger vorbeigehst, dass da lauter Leichen sind.

 

 

 

Wenn du fastest, lässt du Verletzungen los, verarbeitest Gedanken, gehst nicht mehr zu dir selbst hin, sondern von dir weg. Du löst dich von dir selbst. Du bereitest die positiven Aspekte des Lebens vor und konzentrierst dich auf das Wesentliche.

 

 

 

Durch das Fasten kommt man auf eine gesunde Ernährung zurück. Das ist so wichtig! Viele Krankheiten kommen durch eine falsche Ernährung zustande. Der Mensch wurde krank, als er vom Baum des Lebens aß (s. 1 Mose 3,7-10).

 

 

 

Meine Frau hatte Arthrose. Das war so schlimm, dass sie operiert werden sollte. Es ging nicht mehr vorwärts, sondern wurde immer schlimmer, schlimmer und schlimmer. Als wir unsere Andacht abhielten, lasen wir in der Bibel, was nachfolgend geschrieben steht: Aber diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten (Mt 17,21; Mk 9,29 LUT 1912). Ich sagte zu meiner Frau: „Heidi, vielleicht sollten wir fasten und unsere Ernährung umstellen.“ Gesagt und getan. Wir stellten unsere Ernährung um und die Operation wurde hinfällig. Nach sieben bis acht Wochen ging sie ihrem Arzttermin nach. Der Arzt stellte fest, dass sie keine Arthrose mehr hatte und fragte, was sie denn gemacht habe. Sie sagte: „Ich habe meine Ernährung umgestellt!“ Daraufhin erwiderte er: „Das hätte ich Ihnen auch sagen können, aber die meisten Leute befolgen es nicht.“

 

 

 

Es ist so wichtig, dass wir tun, was wir wissen. Es steht geschrieben: Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde (Jak 4,17). Auf meiner Homepage unter Diverses findest du 100 Gründe, warum man fasten sollte. Diese Gründe erarbeitete ich während meiner Fastenzeit. Grundsätzlich, fasten ist biblisch! Ich möchte nicht das, was die Azteken, die Inkas, die Mayas, die Hindus, die Buddhisten und die Moslems machen, verkündigen, sondern, ich möchte das, was die Bibel sagt, predigen. Jesus spricht, was nachfolgend geschrieben steht: Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach (Mt 26,41).

 

 

 

Das biblische Fasten – was ist das? Es war damals ein Teil des christlichen Lebens. Die Urchristen beteten sehr viel. Heilige Menschen dienten Gott mit Fasten. Sie fasteten und tranken nur Wasser. Man nimmt nicht dazu noch irgendwelche Speisen zu sich. Die Mönche brauten im Mittelalter Bier, damit sie dadurch so etwas wie Brot einnehmen. Nein, es ist nicht etwa tricksen. Fasten ist, normales Wasser zu trinken und viel Zeit mit Gott in Seiner Gegenwart zu verbringen; beten und fasten.

 

 

 

Fasten ist auf das Bedürfnis und das Anliegen der Liebe zu Gott zurückzuführen. Fasten ist ein Hungern nach Gott. Fasten ist nicht mit dem Diät-Fasten, dem sogenannten Daniel-Fasten (s. Dan 1,11-15), zu verwechseln. Das ist nur eine Nahrungseinschränkung und bedeutet, dass man auf bestimmte Speisen verzichtet, um sich z. B. vegetarisch zu ernähren. Das mag gut sein zum Üben von Selbstbeherrschung, oder auch, um das Fasten sanft einzuleiten. Du musst wahrscheinlich, wenn du richtig fasten willst, zunächst einmal fasten, damit du danach richtig fasten kannst, um dich vom Kaffeetrinken, dem Rauchen und anderen Gewohnheiten zu entwöhnen.

 

 

 

Wer raucht, wer regelmäßig alkoholische Getränke trinkt oder irgendwelche Arznei zu sich nimmt, sollte nicht fasten! So jemand bekommt Beschwerlichkeiten wie z. B. Kopfschmerzen. Er muss zuerst diese Dinge ablegen und sich dann auf Gott konzentrieren. Er muss frei werden von diesen Dingen, denn „diese Art – dieser Geist – fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten“.

 

 

 

Wer plant, längere Zeit zu fasten, sollte eine Bürde bzw. ein Anliegen haben und wissen, wofür er das tun will. Wir fasteten vor unserer Reise nach Indien. Wir ließen uns nicht impfen, sondern vertrauten Gott, wenn wir in die Slums gingen und die Moskito-Gefahr groß war, sodass uns diese Dinge gar nichts anhaben konnten. Und wir blieben einen ganzen Monat lang bewahrt! Gott brachte uns durch.

 

 

 

Fasten bedeutet auch, dass wir keine schweren Speisen, wie z. B. Fleisch, zu uns nehmen, oder auch Genussmittel wie z. B. Kaffee. Das alles muss zuvor abgestellt werden! Erst dann können wir mit dem Fasten beginnen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, zu Beginn der Fastenperiode eine Glaubersalz-Lösung einzunehmen oder einen Einlauf zu machen. So werden Kopfschmerzen u. a. vermieden. Wenn du das alles geschafft hast, kannst du von mir aus mit dem Fasten beginnen. Die ersten drei Tage sowie der achte Tag sind kompliziert.

 

 

 

Beim Übergang vom Fasten zur normalen Ernährung – dem s. g. Fastenbrechen – sollte man Obst- und Gemüsesäfte zu sich nehmen. Eine Vorbereitung auf das biblische Fasten ist also sehr wichtig.

 

 

 

Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt (s. Mt 4,1a), damit Er faste (s. Mt 4,2). Noch viel wichtiger ist der langsame Abbruch. Genauso langsam, wie dein Einstieg in das Fasten war, sollte auch dein Ausstieg sein, mit verdünnten Gemüsesäften und Süppchen, also langsam, peu à peu, ab-fasten; mehrere Tage keine schweren Speisen, insbesondere kein Fleisch, essen. Ich kaufte mir Babygläschen. So, wie ein Baby, ja! Jesus lehrte Seine Jünger, was nachfolgend geschrieben steht: Und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen (Mt 18,3).

 

 

 

Echtes Fasten ist, freiwillig Verzicht zu übern. Verzichten auf das Smartphone, auf das Fernsehen, auf süße Speisen und vor allem auf alles, was Zucker beinhaltet. Man kann gemeinsam als Gemeinde fasten – das haben wir schon einige Male getan –, in Gruppen, oder ganz für sich allein. Schwangere und Kranke sollten nicht fasten!

 

 

 

Fasten ist eine besondere Zeit für Seele, Geist und Leib. Lies, was nachfolgend geschrieben steht: Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan. Und er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt vierzig Tage lang und von dem Teufel versucht (Lk 4,1-2a). Ohne Wasser kommst du nur maximal drei Tage aus. Der Körper braucht Wasser. Deshalb ist das Trinken beim Fasten sehr wichtig. Jesus trank Wasser.

 

 

 

Das Fasten ist sehr wichtig. Das erste Mal fastete ich unter Aufsicht des Arztes. Ich ließ mich untersuchen und informierte mich; ich fastete unter Beobachtung. Einmal bekam ich nach 28 Tagen die Gelbsucht. Daraufhin ging ich dem Problem nach. Was war das Problem? Ich hatte Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt getrunken. Trinke ganz einfaches, stilles Wasser.

 

 

 

Es gibt verschiedene Arten des Fastens im christlichen Kontext. Das Daniel-Fasten ist eine sehr bekannte Form davon. In den vierzig Tagen des Fastens, kannst du die Bibel einmal durchlesen. Du kannst auch die Bibel in eine Berghütte mitnehmen und Gott durch Sein Wort zu dir reden lassen.

 

 

 

Ich empfing während meines ersten Fastens die Proklamationen von Gott, die ich in meiner Sprache aussprechen sollte. Ich sollte positiv sein und bekennen, also positiv Gott loben und preisen.

 

 

 

Die ersten drei bis sechs Tage sind die schwersten. Der Körper reinigt sich und der Stoffwechsel stellt sich um. In den ersten Tagen wirst du unangenehmen Mundgeruch verspüren. Dahindurch musst du gehen. Verzichte auf Kaugummis. Jedes Mal, wenn du einen Kaugummi kaust, denkt der Körper, dass jetzt das Essen kommt. Verzichte auf Bonbons und dergleichen, und vor allem, verzichte – das betone ich hier noch einmal – auf Zucker!

 

 

 

Putze deine Zähne mehrmals am Tag. Habe immer Mundwasser dabei. Das war bei mir so; du musst es mir nicht nachmachen, aber du kannst es. Fixiere dich ständig auf Gott während der Fastenzeit. Nimm dir viel Zeit, um mit Ihm Gemeinschaft zu haben, zu beten ohne Unterlass, also jede freie Minute.

 

 

 

Höre meine Predigten. Auf meiner Website findest du über eintausend Predigten. Du kannst dir jeden Tag eine Predigt vornehmen. Höre jeden Tag eine Predigt, ja! Anstatt zu essen, höre eine Predigt. Auch das Wort Gottes ist eine Speise – eine Speise für die Seele. Die Pharisäer fasteten zweimal wöchentlich, so wie die Methodisten. Lies, was nachfolgend geschrieben steht, siehe hier: Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme (s. Lk 18,11f.).

 

 

 

Was ist der Grund für dein Fasten? Ich hatte verschiedene Gründe, jedes Mal einen anderen. Zuerst einmal diesen, den Willen Gottes in meinem Leben zu erkennen; Vollmacht für meinen Dienst, oder Heilung für irgendetwas, oder dafür, dass der Körper gereinigt wird von allen Schlacken. Ich wusste gar nicht, wie verschlackt mein Körper war! Er war verschlackt durch alles, was ich in meinen jungen Jahren zu mir nahm.

 

 

 

Ich wusste, dass Fasten Vollmacht bringt. Jesus hatte Vollmacht, weil Er gefastet hatte. Wer fastet, will von Gott nichts erzwingen, sondern er unterordnet sich Ihm: „Vater, Dein Wille geschehe.“

 

 

 

Während der Mensch fastet, demütigt er sich vor Gott. Das tut auch der Moslem: „Du bist groß, Gott. Du hast alles unter Kontrolle.“ Er fragt nach dem Willen Gottes und sucht eine Beziehung zu Ihm. Er schärft seine Sinne und seinen Geist, und er sucht die Salbung für die Arbeit. Er fastet, um siegreich zu sein auf der ganzen Linie. Das Geheimnis eines siegreichen Lebens, ist, dass du dich Gott unterordnest und mit Ihm übereinstimmst.

 

 

 

Es steht geschrieben: Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten (Mt 6,6). Darum geh in deine Kammer. Schließ dich ein, und faste.

 

 

 

Faste, wenn du dir etwas vornimmst, eine Reise zum Beispiel, ja, dann faste und bete. Fasten ist eine bewusste freiwillige Sache. Man verzichtet auf Nahrung, um Gott zu suchen. „Gott, Du bist mir wichtiger als alles andere auf dieser Welt. Ich möchte die Nähe zu Dir erfahren und meine Beziehung zu Dir vertiefen.“

 

 

 

Fasten ist kein Werk, um Gott zu beeindrucken oder eine Show abzuziehen, sondern eine Zeit, um sich geistig auszurichten und neu zu orientieren. Wenn wir fasten, dann suchen wir Gott; einfach die Mahlzeiten auszulassen und offen für das Gebet zu sein, dafür, die Bibel zu lesen, für die Stille, für die Andacht und für die Meditation.

 

 

 

„Sei siegreich!“, so lautet mein heutiges Thema. Überwinde dich selbst. Wer sich selbst überwindet, ist einer, der mehr als Städte überwindet (vgl. Spr 16,32b). Moses fastete vierzig Tage auf dem Berg Sinai (s. 2 Mose 34,28). Und sein Angesicht leuchtete (s. 2 Mose 34,29). Du glaubst gar nicht, was mit deinem Leben passiert, wenn du fastest! Du hast Berührung mit Gott!

 

 

 

Wenn wir fasten, denken wir oft an Gott und verzichten ganz bewusst auf Nahrung und Kost. „Ich will nicht essen, lieber Gott, denn Du bist mir wichtiger als Gold und Silber, als Speise und Trank!“ Fasten ist vor allem eine Herzensangelegenheit. Es ist die ganz bewusste Entscheidung: „Ich will fasten, ich will beten, ich will Gott suchen!“ Es bedeutet, eine bestimmte Zeit auf Nahrung und andere Konsumgüter zu verzichten.

 

 

 

Die Inkas und Mayas verzichteten auf Kakao, um ihren Fokus auf Gott – auf Jesus und den Heiligen Geist – zu richten. Fasten sollte keine Pflicht sein: „Du musst fasten!“ Nein, du darfst! Das ist ein Vorrecht! Katholiken müssen von Aschermittwoch bis Ostern fasten. Aber das ist ein Muss. Ich muss gar nichts. Es ist eine freiwillige Angelegenheit.

 

 

 

Jesus fastete, weil Er sich auf Seinen Dienst vorbereiten und die Jünger heraussuchen wollte. „Wen soll ich mitnehmen auf meine Reise?“ Der Kern des Fastens ist, dass man unbewusst etwas loslässt. Man nimmt nichts mit. Viele verplempern ihr Leben mit nichtigen Dingen, anstatt einfach nach Gottes Reich zu suchen und zu trachten. Es steht geschrieben: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).

 

 

 

Jesus sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht (Mt 6,17). Du sollst dich waschen und cremen. Du sollst dich nicht gehenlassen. Man soll dir nicht ansehen, dass du fastest. Du musst niemandem beweisen, dass du eine Beziehung zu Gott suchst und siegreich leben möchtest. Du brauchst auch keinen Applaus von anderen Leuten, wenn du fastest. Das Fasten will dich verändern. Und es ist so wichtig, dass du verändert wirst.

 

 

 

Die Christen in der Bibel fasteten viel. Sie fasteten, als die ersten Missionare ausgesandt und die Diakone eingesetzt wurden. Das Ziel beim Fasten ist in allen Religionen nicht nur der körperliche Verzicht, sondern geistige Klarheit zu bekommen; die Überwindung der Begierden, der Lust, des inneren Schweinehundes. Der innere Schweinehund möchte herrschen; das Ich, mein Ego. Wenn ich faste, füttere ich den weißen, guten Wolf (s. die indianische Weisheitsgeschichte über den inneren Kampf zwischen Gut und Böse).

 

 

 

Der Blick für das Göttliche wird beim Fasten geschärft. Ich leere mich, ich verzichte, um zu empfangen, also von Gott gefüllt zu werden. Es ist so wichtig, dass ich mich leere. Ich will leer sein und voll von Gott und dem Heiligen Geist. Beim Fasten konzentriere ich mich auf Gott. Ich suche Seine Nähe, Seine Kraft, Seine Aufmerksamkeit und Seine Fülle.

 

 

 

Wer fastet ist sensibel auf seine Seele. Er spürt, und ja, er ist sensibel. Ein leerer Körper produziert einen lebendigen Geist. Nachdem ich bereits 36 Tage gefastet hatte, half ich meinem Sohn beim Umzug. Ich sagte ihm, dass ich zwar nicht viel tun kann, aber immerhin darauf aufpassen werde, dass die Möbel nicht von der Straße entwendet werden. Als sie gerade im Begriff waren, die Waschmaschine nach unten zu tragen, diese also anhoben und sich in Bewegung setzten, bemerkte ich, dass sie kaum vorwärts kamen. Ich sagte: „Lasst mich doch mit anpacken!“ Nach dieser langen Fastenzeit hatte ich eigentlich keine Muskelkraft als solches. Meine Kinder sagten: „Papa, du fastest! Du kannst diese schwere Waschmaschine nicht mit hinuntertragen!“ Doch ich sagte: „Ich probiere es einmal!“

 

 

 

Unsere Kraft kommt aus dem Geist und nicht aus den Muskeln. Es ist die Kraft der Gedanken, ganz besonders in schwierigen Zeiten. Ich hob die Waschmaschine an und trug sie hinunter. Meine Söhne steuerten nur ein wenig von hinten.

 

 

 

Mache trotz der Schwierigkeiten weiter! Dein Körper besteht nicht aus Materie bzw. Muskeln. Der Geist hat die Kontrolle über die Materie. Es ist so wichtig, dass du weißt: „Die Kraft kommt aus dem Geist und nicht aus den Muskeln!“ Unsere Kraft kommt aus dem Heiligen Geist. Das wurde zu meinem Lebensmotto! Deswegen auch meine Proklamationen, die ich auf meiner Website unter Diverses gepostet habe. Dein Geist soll den Körper, den Willen und die Motivation kontrollieren. Dann sagst du „Ich“ und meinst den Gott in dir. Und das, was du sagst, das ist wahr.

 

 

 

Wahre Stärke kommt aus der inneren Kraft bzw. aus dem Geist. Den Menschen ist es unmöglich – und vieles ist den Menschen unmöglich –, aber bei Gott und durch Seine Kraft ist es doch möglich (s. Sach 4,6). Es steht geschrieben: Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde (Apg 1,8). Des Weiteren steht geschrieben: Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2 Tim 1,7). Du hast eine andere Haltung, wenn du fastest. Du bist im Willen Gottes. Du bist auf Ihn eingestellt – und die innere Einstellung ist so wichtig im geistigen Leben – und kannst siegreich leben. Du hast Mut, Überzeugung und Durchstehvermögen: „Ich kann“, und das nicht aufgrund von Muskeln und Materie, sondern, „weil es mein Geist es will“.

 

 

 

Wer die Geisteskraft betätigt, ist größer! Isebel trachtete dem Propheten Elia nach dem Leben. „Morgen um diese Zeit wird dein Kopf rollen!“ (Siehe 1 Kön 19,2) Und was tut unser lieber Elia? Er flieht in die Wüste und sucht Unterschlupf in einer Höhle, um zu sterben (s. 1 Kön 19,4.9). Doch Gott sprach: „Du wirst nicht sterben. Komm heraus aus der Höhle. Draußen ist frisches Brot und frisches Wasser für dich (s. 1 Kön 19,5b.7). Und in dieser Kraft der göttlichen Speise ging er vierzig Tage, bis er zum Berg Gottes kam (s. 1 Kön 19,8). Auf dem Weg dorthin salbte er noch den Elisa (s. 1 Kön 19,19b), den Hasaël und den Jehus, und vollendete die Werke (1 Kön 19,15f.). Danach gelangte er zum Berg Gottes.

 

 

 

Fasten hilft dir, ungeordnete Neigungen und Triebe zu entfernen, so wie ein Gärtner, der die wilden Triebe des Baumes beschneidet. Fasten ist, die wilden Triebe zu beschneiden, das Leben und die Seele zu ordnen bzw. in den Griff zu bekommen und in die richtige Richtung zu lenken.

 

 

 

Durch Fasten gewinnst du Zeit für das Gebet. Du kannst dich vor Gott demütigen und traurig sein. Menschen fasteten gemäß der Bibel, wenn sie traurig über dieses oder jenes waren. Vielleicht bist du auch über so manches traurig, und du fastest, um dich auf deinen Dienst vorzubereiten. Beginne zu fasten, denn „das Reich Gottes in uns“ muss zur Entfaltung kommen!

 

 

 

Satan greift immer unser Innenleben an. „Mach die Steine zu Brot.“ (Siehe Mt 4,3) „Wirf Dich von der Tempel-Zinne hinab.“ (Siehe Mt 4,6a) Oder: „Bete mich an.“ (Siehe Mt 4,9) Er will dich manipulieren, aber du lässt das nicht zu, denn du redest mit Gott und betest Ihn an. Das Beten ist so wichtig!

 

 

 

Die Meder und Perser wollten ein Gebot erlassen, dass man zu keinem anderen beten solle, als zu dem König. Dummerweise hatte er dieses Gebot dann auch selbst befürwortet, ohne zu wissen, was wider ihn geplant war. Es steht geschrieben: Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte. Da kamen jene Männer eilends gelaufen und fanden Daniel, wie er betete und flehte vor seinem Gott. Da traten sie vor den König und redeten mit ihm über das königliche Gebot: O König, hast du nicht ein Gebot erlassen, dass jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten würde von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden solle? Der König antwortete und sprach: Das ist wahr nach dem Gesetz der Meder und Perser, das niemand aufheben kann. Sie antworteten und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Gefangenen aus Juda, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du erlassen hast; denn er betet dreimal am Tage. Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt und war darauf bedacht, Daniel zu retten, und mühte sich, bis die Sonne unterging, ihn zu befreien. Aber die Männer kamen wieder zum König gelaufen und sprachen zu ihm: Du weißt doch, König, es ist das Gesetz der Meder und Perser, dass alle Gebote und Befehle, die der König beschließt, unverändert bleiben sollen. Da befahl der König, Daniel herzubringen. Und sie warfen ihn zu den Löwen in die Grube. Der König aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir! (Dan 6,11-17)

 

 

 

Daniel war ein guter Berater des Königs. Er ließ sich weder das Beten und Fasten zu seinem Gott verbieten noch sonst irgendetwas vorschreiben. Daniel öffnete das Fenster gen Jerusalem und lobte und pries seinen Gott. Später erlebte er eine wunderbare Bewahrung in der Löwengrube. Es steht geschrieben: Früh am Morgen, als der Tag anbrach, stand der König auf und ging eilends zur Löwengrube. Und als er zur Grube kam, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Und der König sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, auch erretten können von den Löwen? Daniel aber redete mit dem König: Der König lebe ewig! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein König, habe ich nichts Böses getan. Da wurde der König sehr froh und ließ Daniel aus der Grube herausziehen. Und sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut (Dan 6,20-24).

 

 

 

Lass dir deinen Gott nicht nehmen, auch nicht durch irgendwelche Kompromisse. Daniel hatte ein offenes Fenster zu Gott. Das Fasten öffnet die Schleusen und die Fenster des Himmels, sodass der Segen herniederkommt. Ein solches offenes Fenster hatte Daniel für sein persönliches Leben. Und du brauchst ein offenes Fenster für dein persönliches Leben!

 

 

 

Wer sich auf Gott verlässt, wird gesegnet und bewahrt; bewahrt, auch vor dem Leben. Es ist ein Fasten, wie es Gott gefällt, und nicht, wie es dir, den Menschen, deiner Gemeinde oder der Masse gefällt. Nein! Faste so, wie es Gott gefällt, und richte dein Leben nach Ihm aus. Fasten ist die Erneuerung des Lebens. Es ist die Sanierung und Renovierung der Seele.

 

 

 

Fasten ist nicht, zu hungern am Leib. Nein! Du nimmst andere Kost zu dir. Es ist ein Fasten am Geist. Wir wollen diese innere Erneuerung. Fasten, ohne einen inneren Bezug, ist Leerlauf. Deshalb kann ich nicht verstehen, dass manche Leute fasten, um abzunehmen, um schlanker zu werden in der Kleidergröße, also ohne einen geistlichen Bezug. Es ist so wichtig, dass du das Fasten mit einem Zweck oder einem Selbstzweck verbindest. „Ich will mehr von der Kraft Gottes in meinem Leben!“ „Ich möchte bewahrt werden bei meinem Indien-Aufenthalt!“ Oder: „Ich möchte bewahrt werden vor Krankheit!“ D. h., die Krankheit – den Krebs in dir – verhungern zu lassen! Das alles birgt das Fasten in sich.

 

 

 

Ein Fasten, das Gott gefällt – Gottgefälligkeit –, ja, das suchst du. Es ist ein inneres Sich-Sammeln. Ich möchte hier für dich ein paar Stichpunkte von meiner Website zusammentragen, und dich somit zum Fasten einladen. Das Fasten ist eine Vertiefung des Glaubens. Paulus lief in Schranken, wie nachfolgend geschrieben steht: Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlangt das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! (1 Kor 9,24 LUT 1912).

 

 

 

Und wenn du die Paralympics verfolgst, dann siehst du, dass sie in Schranken laufen, und das so, wie es ihnen der innere Geist – die innere Stimme – sagt, wie Er sie führt und leitet. Es ist so wichtig, dass du der inneren Stimme folgst. „Jeder, der kämpft“ – so spricht Paulus einmal –, „enthält sich.“

 

 

 

Die Sportler enthalten sich für den Siegeskranz, den sie empfangen. Doch wir enthalten uns für das Unvergängliche. Paulus vergleicht unser Leben als Christ mit dem eines Spitzensportlers. Ein Spitzensportler kann auf so manches verzichten; er macht nicht mehr alles mit. Der Spitzensportler will seine Goldmedaille erhalten. Und alles in unserem Leben ist dem Zweck unterordnet, siegreich zu sein. Willst du – geistlich gesprochen – zur Spitzenklasse gehören? Dann beginne, zu fasten. Setze alles auf eine Karte. „Um Deines Namens willen“, sagt er. Wirf alles in die Waagschale! „Koste es, was es wolle. Ich will es erreichen!“ So waren die Menschen, von denen die Bibel spricht.

 

 

 

Extreme Resultate benötigen extreme Handlungen. Fasten ist die Atomkraft Gottes. Das ist nicht so einfach. Es ist eine geistige Disziplin. Es ist mehr als Disziplin – es ist eine Rückbesinnung auf Gott. Mit dem Essen begann das Übel in der Welt, und mit dem Essen hört es auf.

 

 

 

Das Fasten auf geistlicher Ebene ist eine bewusste Entscheidung aus einer Gott zugewandten Herzenshaltung heraus: „Ich verzichte auf Nahrung, Gott, damit ich Dich besser kennenlerne, verstehe, und, damit ich Dir besser nachfolgen kann!“

 

 

 

Das Fasten ist eine Neuausrichtung und Stärkung des Gebetslebens. „Bete und Faste“ bzw. „Bete und Wache“, wie geschrieben steht, siehe hier: Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach (Mt 26,41). Echtes Fasten beginnt im Kopf und im Herzen, und nicht im Magen. Ich faste, weil ich Verlangen – Hunger – nach Gott habe. Entdecke für dich persönlich die Kraft und das Geheimnis des Fastens. Das lässt sich nicht so schnell per Knopfdruck realisieren. Ich muss mich darauf vorbereiten, zu Gott gehen und hin und wieder fasten und beten, denn ich will Gott begegnen.

 

 

 

Gott schuf den Menschen für eine Beziehung zu Ihm. Fasten ist, „Ich suche den Weg zu Gott! Wie finde ich ihn?“

 

 

 

Es steht geschrieben: Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa; und die Kunde von ihm erscholl durch das ganze umliegende Land. Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen (Lk 4,14f.). Jesus hatte gefastet! Dadurch besiegte Er den Satan in der Wüste. Solange der Bräutigam da ist, wird nicht gefastet, wie nachfolgend geschrieben steht: Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten (Mk 2,19).

 

 

 

Die Juden fasteten aufgrund der Trauer, weil der Tempel zerstört wurde. Jesus fragte Seine Jünger einmal, als Er sich im Garten Gethsemane aufhielt, was nachfolgend geschrieben steht: Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? (Mt 26,40) Wir haben so viel zu tun. Wir nehmen uns Zeit für alles Mögliche. Aber wie sieht es aus mit der Zeit für Gott? Jesus ringt hier um den Willen Gottes, und Seine Jünger schnarchen.

 

 

 

Beten und Fasten für die Errettung der Welt! Nicht nur „Brot für die Welt“, sondern „Faste für die Welt“, damit die Menschen errettet werden und Erweckung stattfinden kann. Beten und Fasten hinterlässt Spuren in deinem persönlichen Leben. Es ist eine uralte Praxis, und zwar in allen Religionen, nicht nur bei den Christen.

 

 

 

Fasten ist etwas Wichtiges – es ist eine bewusste Hinwendung zu Gott. Das hinterlässt Spuren sowohl in deinem Leben als auch in deiner Seele und in deinem Leib. Es geschieht viel in dir, aufgrund dessen, dass du dich Gott zuwendest. Du wurdest persönlich: „Gott, ich will Dir dienen! Ich will Dir nachfolgen!“

 

 

 

Dein Leben wird veredelt, wenn du fastest: „Dieses brauche ich nicht mehr, und jenes auch nicht!“ Deine Verbindung zu Gott wird vertieft. Du kommst Gott näher und wirst ein geistlicher und sensibler Mensch, der auf Gott hört.

 

 

 

Durch Fasten und Beten wird dein Leben auf den Willen Gottes ausgerichtet und programmiert. Du erlebst geistige Durchbrüche. Ich möchte dir einige geistige Durchbrüche aufzeigen, die gut und nützlich sind. Doch zunächst einmal erwähne ich die natürlichen Gründe: Wenn du fastest, hast du körperlich sehr viele Vorteile. Du wirst gesund am Körper. Das Fasten hat noch niemanden verwundet.

 

 

 

Das Fasten ist der schnellste Weg, um gesund zu werden. Fasten füttert die Krankheit nicht. Die Krankheit kommt meist durch den Gebrauch von Zucker – „Das süße, schöne Leben!“ Vergiss das alles! Das Fasten befreit deinen Körper von unerwünschten Giftstoffen bzw. von der Selbstvergiftung. Dein Blut verändert sich, es wird umgestellt.

 

 

 

Das Fasten fördert deine Blutzirkulation. Es reinigt deine verstopften Blutgefäße. Fasten beruhigt dein Herz und verbessert seine Tätigkeit. Dein Herz wird leichter und du wirst sensibel für die geistlichen Dinge. Fasten wirkt sich auf die Körperenergie aus, sodass du den Schadstoffen widerstehen kannst. Du wirst energetischer.

 

 

 

Dein Magen bzw. der gesamte Verdauungsapparat des Körpers erhält eine Ruhepause. Fasten ist ein Sabbat für die Seele. Fasten beseitigt die Ursache der Krankheiten. Das Übergewicht: Die meisten Menschen sind übergewichtig und wundern sich, dass es nicht vorwärtsgeht.

 

 

 

Fasten heilt 99 Prozent aller Verdauungsstörungen. Fasten heilt einfache Krankheiten wie Ausschlag, Durchfall und Verstopfung. Fasten reguliert deine Regel als Frau und hilft, deine Unfruchtbarkeit zu überwinden. Nicht selten wurden Frauen nach dem Fasten schwanger.

 

 

 

Das Fasten entfernt Reste wie Schleim und klebrige Substanzen aus dem Verdauungssystem, die sich in deinem Körper festgesetzt haben; es ist voll des Kots! Das Fasten reinigt dich. Deshalb haben die Inkas, Mayas und Azteken, die vom Christentum und Judentum und all den europäischen und asiatischen Religionen nichts wussten, auch schon gefastet.

 

 

 

Nach den ersten zehn Tagen der Umstellungsphase wirst du immer stärker und stärker. Du hast keine Kopfschmerzen mehr, keinen Schwindel und keine Übelkeit.

 

 

 

Fasten vernichtet die Wurzel übler Gewohnheiten wie alkoholische Getränke, Kaffee- Nikotin- oder Medikamentensucht. Du brauchst die meisten Medikamente nicht! Es sind darin sowieso nur Giftstoffe enthalten! Durch das Fasten wird unser Magen gereinigt. Die Speisereste sammeln sich darin als Krankheiten und gehen in den Blutkreislauf über.

 

 

 

Fasten ist das beste und bekannteste Verjüngungsmittel. Du wirst jünger und alterst schön! Regelmäßiges Fasten verlängert das menschliche Leben um viele Jahre. Regelmäßiges Fasten reinigt dich, macht dich gesund und jung wie ein Adler, der auffährt (s. Jes 40,31). Fasten lässt Gewächse und Tumore schrumpfen und verschwinden. Die Drüsentätigkeit wird neu belebt. Depressionen hören auf. Beginne, zu fasten!

 

 

 

Nachdem alle überschüssigen Körperreste ausgeschieden wurden, fühlst du dich plötzlich wohl. Und nichts ist so wichtig für dich, als das Wohlbefinden. „Mir ist wohl, mir ist wohl in diesen Dingen!“ Der Anfang ist vielleicht etwas kompliziert – ein übler Mundgeruch u. a. –, aber am Ende hast du einen Geruch wie den eines Kleinkindes. Fasten beseitigt den schlechten Geschmack im Mund und reinigt deine Haut.

 

 

 

Je älter ein Mensch wird, desto öfter sollte er fasten. Mose diente Gott mit Fasten bei Tag und Nacht. Die Prophetin Hanna diente Gott mit Beten und Fasten bei Tag und Nacht (s. Lk 2,37b), und das, obwohl sie schon sehr betagt war (s. Lk 2,36b.37a). Fasten stellt die normalen Funktionen unseres Körpers, die versagt haben und nicht mehr mitmachen wollen, wieder her. Fasten bewirkt Geduld, Mäßigung und Enthaltsamkeit. Fasten lässt dich siegreich leben.

 

 

 

Fasten ist ein siegreiches Mittel gegen alle möglichen Krankheiten; gegen ausgeleierte Verdauungsorgane, die nicht mehr funktionstüchtig sind. Fasten verhindert Dickdarmentzündungen. Es ist sehr wichtig, dass du das Fasten richtig beginnst und beendest. Fasten normalisiert das Körpergewicht und den Blutdruck. Unruhe und Schlaflosigkeit weichen aus deinem Leben. Deine Blutwerte verbessern sich. Du schläfst wie ein Bär.

 

 

 

Zu viel Stärke und Süßigkeiten verwandeln deinen Körper in eine Alkoholfabrik. Daraus folgen Lust, Hunger und die Fresssucht, die sogar noch schlimmer ist als die Alkoholsucht. Abermals, Jesus sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17). Achtet auf euch selbst und auf eure Herzen, dass sie nicht beschwert werden durch Völlerei und Trunksucht.

 

 

 

So viele Menschenherzen sind beschwert. Du glaubst gar nicht, wie schwer ihnen das Leben, dessen Gang und dieses und jenes ist. Unser Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes, der nicht durch Fressen und Saufen verunreinigt werden darf. Es steht geschrieben: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe (1 Kor 6,19). Das wussten auch die Azteken, Mayas und Inkas. Bevor sie ins Heiligtum gingen – genau so die Juden und Priester –, fasteten sie.

 

 

 

Fasten verbessert das Augenlicht, das Gehirn, den Geschmack und den Geruchssinn. Welch ein Vorteil für die Sinnesorgane! Bis jetzt habe ich euch nur die Vorteile für den Körper nahegelegt, aber es hat auch Auswirkungen auf deine Denkfähigkeit und auf dein Erinnerungsvermögen. Deine Konzentration wird verbessert. Menschen, die fasten, haben Pläne und Visionen. Lies einmal das Buch des Propheten Jesaja Kapitel 58. Sie ordnen das Leben.

 

 

 

Wenn wir die Resultate des Fastens richtig erkannt haben, wollen wir immer wieder einmal im Jahr fasten. Und deshalb: wer überwindet, wer sich zusammenreißt und sagt: „Ich will fasten! Ich werde fasten und ich werde das Paradies Gottes sehen!“, der kann erfolgreich sein.

 

 

 

Im Brief an die Kolosser Kapitel 3 steht, dass wir durch das Fasten von verschiedenen Begierden loswerden: von Unzucht, Unsittlichkeit und anderen Leidenschaften wie z. B. der Habsucht. Das Wort des Herrn, welches gemäß der Überlieferung aus der Heiligen Schrift offenbar wurde und nachfolgend niedergeschrieben ist, lautet wie folgt: So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist (Kol 3,5). Wer diese Dinge tut, der fällt nicht mehr in das Gericht Gottes. Esslust ist Übersättigung, die schlimmer ist als Trunksucht. Löse dich von all diesen Süchten!

 

 

 

Gemäß dem Evangelium nach Matthäus Kapitel 24 verfielen die Menschen in Sodom dem Gericht, weil ihr Lebenszentrum nur aus Essen, Trinken und Sex bestand (s. Mt 24,38). Fasten bricht die Gewohnheit, sich den Bauch vollzustopfen und sündig zu leben. Lies den Psalm 78, und das Überessen wird keine Entschuldigung mehr bei dir haben. Ihr Wanst wird immer dicker und dicker und dicker (s. Ps 78,29a).

 

 

 

Das Fasten lehrt uns, zu essen, was wir brauchen und nicht mehr gesunde Nahrung wie z. B. Rohkost. Da willst du nicht eine große Menge essen, denn nach kurzer Zeit wirst du satt sein. Fasten bewirkt Anmut, Schönheit und ein adrettes Äußeres. Die Leute betrachten dich und denken, dass mit dir etwas nicht stimmen würde. Aber mit dir stimmt alles. Dein Inneres ist in Ordnung. Das merken sogar andere und das merkt sogar dein Hund.

 

 

 

Fasten bewirkt, dass du zu Gott betest und mit Ihm verbunden bist. Du gehst in die Gegenwart Gottes. Fange an, zu fasten.

 

 

 

Ich komme nun zu dem Geistlichen. Was habe ich für einen geistlichen Nutzen, wenn ich faste? Du lebst nicht mehr nach dem Fleisch; nach der Schwärmerei. Essen ist nicht das Wichtigste, sondern, dass du Gott begegnest und dass du Ihm nachfolgst. Dann kannst du den Menschen in Demut dienen. Du bist nicht mehr stolz. Und du entdeckst die Macht des Gebetes. Fasten ist die Atomkraft Gottes für dein persönliches Leben. Du entfernst den Unglauben aus deinem Leben.

 

 

 

Fasten erreicht das, was dem Gebet allein unmöglich ist. Diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten. Das sah ich an meiner Frau. Und deshalb möchte ich das Fasten betonen. Fasten ist der größte Erzeuger des Glaubens. Vielleicht hast du einen Kleinglauben und kannst kaum etwas glauben. Fange an, zu fasten. Fasten hat mehr mit biblischem Glauben zu tun als die meisten Leute annehmen. Es ist eine geistliche Tugend.

 

 

 

Fasten ist die wahre Quelle des Glaubens. Fasten ist wie ein Blitzkrieg gegen Satan. Du kannst ihm sofort etwas erwidern, du weißt die richtige Antwort und bist schlagfertig. Fasten ist die schnellste Methode, geistige Fortschritte zu erreichen und siegreich zu sein. Das willst du doch, also beginne, zu fasten.

 

 

 

Fasten zeigt uns, wie man den alten Menschen beherrscht. Und das ist viel mehr wert als Städte zu besiegen, der „Herr“ zu sein und andere zu kontrollieren. Es geht darum, sich selbst zu kontrollieren und sich selbst zu beherrschen. Fasten widerstrebt dem Geist. Das Fleisch kämpft dagegen an und will dem widerstehen. Sie streiten miteinander. Wer wird siegen?

 

 

 

Fasten unterjocht das Fleisch. Der Glaubende findet Gnade bei Gott. Jesus sprach sich nicht gegen den Pharisäer aus, etwa darüber, dass er zweimal die Woche fastete. Das war okay. Die fleischliche Gesinnung in unseren Gliedern wird durch das Fasten getötet. Du hast bestimmt irgendwelche Gewohnheiten, von denen du befreit werden möchtest. Beginne zu fasten, und du wirst sehen, wie das alles so nacheinander stattfinden wird.

 

 

 

Fasten bewahrt das Fleisch vor Übermut. Du bleibst demütig und kontrolliert. Das hast du dir selbst zu verdanken. Das Fasten ist eine geistige Betätigung, um eine Erweckung in deinem Leben hervorzurufen, z. B. damit ihr, du und dein Haus, gerettet werdet.

 

 

 

Fasten löst uns von dem Bereich des Natürlichen und führt uns in den Bereich des Geistlichen, Göttlichen und Übernatürlichen. Fasten löst uns von einem aufbrausenden Temperament. „Ich habe meinen inneren Gaul unter Zucht und Kontrolle. Ich lege ihm die Zügel an!“ Ja, das ist Fasten – dem Gaul die Zügel anzulegen, damit er in die Richtung läuft, in die ich ihn haben will.

 

 

 

Das Fasten bricht alle schlechten Gewohnheiten. Probiere es einmal aus. Teste es. Du kannst immer wieder aufhören. Fasten kreuzigt das Fleisch, seine Begierde, und erspart uns so manche Züchtigung.

 

 

 

Fasten ist die schnellste Methode der Weihe, der Heiligung und der Hingabe zum Herrn. Deshalb fasteten die Mayas, Inkas und Azteken während ihrer Feste und der Opferung für den Herrn. Fasten ist der leichteste Weg für Abgefallene, wieder zum Glauben zurückzufinden. David tat es immer wieder. Es ist eine Form der Buße: „Gott, ich faste! Ich möchte lieber sterben, als verlorengehen!“ Sei siegreich!

 

 

 

Wenn unsere Begierden dem Tode nahe sind, dann faste. Fasten ist ein Stück des Sterbens des Inneren des Menschen, um Gott zu begegnen. Unser Glaube berührt Gott. Und wenn du Gott berührst, dann wird deine Umgebung auch berührt. Deine Gebete werden beantwortet.

 

 

 

Das Fasten macht uns zu Trägern der geistlichen Kraft. Durch Fasten verändern wir unsere Umgebung. Wir wechseln unsere Umgebung. Das Irdische verliert seinen Stellenwert – das ist gar nicht mehr so wichtig! Durch Fasten werden wir zu geistlichen Menschen. Die Niederlage verwandelt sich in Sieg. Lebe siegreich! Sei siegreich! Faste! Sage: „Gott, ich will fasten!“ „Herr, ich finde meine Ruhe nur in Dir!“ Und du wirst sehen, wie sich dein Körper verwandelt.

 

 

 

Fasten ist eine Frucht des Heiligen Geistes: die Selbstkontrolle. Ja, die Selbstkontrolle! Und wie wichtig ist die Selbstkontrolle im christlichen Leben! Nicht nur etwa, dass du wie beim Ramadan dreißig Tage tagsüber fastest und nach dem Sonnenuntergang wieder isst. Fasten verzehrt und verbrennt die wahren Wurzeln fleischlicher Liebe. Fasten erhebt uns zum geistlichen Menschen. Du wandelst im Lichte Gottes, so wie es der Herr Jesus Christus tat. Durch Fasten erhältst du als Kind Gottes Offenbarungen, Visionen und Träume.

 

 

 

Durch das Fasten wird die Salbung verstärkt in deinem geistlichen Leben. Durch Fasten erhalten wir ein besseres Verständnis der Bibel. Manchmal empfangen wir Visionen über die uns bis dato verschlossen gebliebenen Bibelstellen. Wir entdecken und freuen uns über das Wort Gottes wie einer, der eine große Beute macht (s. Ps 119,162).

 

 

 

Das Fasten erhöht unser geistiges Fassungsvermögen. Deshalb ist es so wichtig, zu fasten. Beginne, voll des Geistes zu werden und nicht nur einen Fingerhut voll des Glaubens in deinem Leben zu haben. Das ist mehr wert als alles andere. Wir erhalten ein gerütteltes und geschütteltes Maß der Herrlichkeit des Himmels und der himmlischen Kraft. Plötzlich kannst du die Waschmaschine tragen. Nicht die Materie, die Muskeln, werden gestärkt, sondern dein Geist, dein „Ich“, deine Persönlichkeit.

 

 

 

Fasten erteilt uns Führung und gibt uns Qualität. Die geschnittenen Obstbäumchen bringen ganz andere Äpfel. Alles konzentriert sich auf den Apfel und nicht auf die Triebe. So viele Menschen konzentrieren sich auf die Triebe.

 

 

 

Der fastende Mensch ist Gott hingegeben. Er sieht die Nöte der anderen Menschen. Er geht auf diese Nöte zu und kann sie lösen. Die Kräfte der Gegenwart Gottes beginnen in dem Fastenden zu fließen, zu arbeiten und zu wirken. „Alles meinem Gott zur Ehre!“ Alles, was du tust, tust du, um deinen Gott zu ehren.

 

 

 

Durch das Fasten kommt das Gefühlsleben des Gotteskindes nicht mehr in Konflikte mit dem Glauben. Du kannst an Wunder glauben. Du kannst siegreich leben und weißt, wohin du gehen sollst. Fasten wird durch das innere Leben belebt.

 

 

 

Betrachte das Buch des Propheten Jona, wenngleich du auch manchmal nichts verstehst. Gott sprach zu Jona: „Noch vierzig Tage und Ninive wird untergehen.“ (Siehe Jona 3,4) Und was taten die Leute? Nach drei Tagen begannen sie samt der Tiere zu fasten (s. Jona 3,5-9). Dadurch blieb Ninive verschont (s. Jona 3,10). So manches Gericht bleibt aus. Jona konnte das nicht verstehen. Er dachte, dass Gott nicht gerecht sein würde (s. Jona 4,1). Nein!

 

 

 

Gott ehrt das Herz eines Menschen, wenn er mit dem Fasten beginnt. Durch das Fasten wird dein Glaube freigesetzt. Der wahre Glaube kennt keine Grenzen. Durch das Fasten werden die Bollwerke deiner fleischlichen Gesinnung zerstört. Sie werden niedergerissen und du kannst Gott dienen.

 

 

 

Unsere Sinne benötigen keine Beweise. Mit dem Fasten lieferst du dich Gott aus. Du sagst: „Hier bin ich, Herr!“ Und nun kann Er einen Reinigungsprozess an dir vollziehen. Wir lernen, im Glauben zu leben, und auch, was die Verheißungen Gottes sind, im Glauben zu bitten und dann zu empfangen (s. Eph 3,20). Und so du nichts empfängst, suchst du, und du wirst es finden (s. Mt 7,7b). Und wenn du nichts findest, dann klopfst du an, und es wird dir aufgetan (s. Mt 7,7c). Das ist so wichtig!

 

 

 

Längeres Fasten bewirkt Evangelisation. Wenn ich eine Evangelisation hatte, betete und fastete ich vorher wenigstens ein paar Tage. Das ist es, was Gott belohnt. Gott ehrt dich, wenn du dich Gott hingibst, wenn du Gott um Gnade bittest, auch für andere Menschen. Du bittest um Trost und Beistand. Kein Christ kann sein Bestes geben, wenn er nicht fastet und wenn er Gott nicht ehrt. Unser Körper soll ein Tempel des Heiligen Geistes sein und kein vollgefressener Sack.

 

 

 

Ein Gott gefälliges Fasten – was ist das? Das Fasten ist ein bewusster Entschluss, sich Gott und Seinem Wort auszuliefern; sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es ist keine Selbstkasteiung, so wie manche Leute denken. „Ich muss mich quälen. Ich darf dieses und jenes nicht. Ich muss auf dieses und jenes verzichten!“ Nein, du verzichtest gern, aufgrund der Vorteile, die du dadurch hast. Und ich habe Vorteile!

 

 

 

Das Fasten kann Heilung bewirken. Seit 58 Jahren bin ich nicht krank. Ich habe so viel gefastet. Mein Körper ist gereinigt und geheiligt, und er steht Gott zur Verfügung. Der Geist beherrscht den Körper. Das ist mir so wichtig! Ich will und ich proklamiere!

 

 

 

Im Buch des Propheten Jesaja Kapitel 58 lesen wir, warum wir fasten sollten. Dabei sollen wir nicht mies und traurig aussehen, so als ob wir uns gequält hätten. Die Inkas und Mayas betrieben ganz bewusst keine Körperpflege. Doch Jesus spricht: „Pflege deinen Körper und salbe dein Haupt, damit niemand bemerkt, dass du fastest“, wie nachfolgend geschrieben steht: Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten (Mt 6,16-18).

 

 

 

Und lies nun, was nachfolgend geschrieben steht: Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit oder seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat? Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! (Jes 58,4-6)

 

 

 

Seht, an dem Tage, an dem ihr fastet, geht euren Geschäften nach! Vernachlässige deine Arbeit nicht. Bezahle jedem Menschen seinen Lohn, dem du ihm schuldig bist. Hadere nicht und quäle deinen Bruder oder deine Schwester nicht. Wenn du fastest, lass los, die du gebunden hast, bevor du jemandem etwas anheimstellst und ihn damit quälst. 

 

 

 

Dein Fasten gefällt Gott. Man ist glücklich! Man freut sich! Man tanzt, singt jubelt und jubiliert! Und man ist allein mit Gott. Man sucht Ihn. Ja, lass los, die du gebunden hast, die du verpflichtest, die du kommandierst und denen du Vorschriften machst. Lass sie los!

 

 

 

Lege auf die Menschen kein Joch und keine Last. Gib die Menschen frei, die du bedrückst und die du quälst. Brich mit ihnen dein Brot. Doch wenn wir fasten, müssen wir kein Geld für Brot ausgeben. Wir können es spenden für die Mission, für die Evangelisation, für die Armen oder für die Kinder – was auch immer benötigt wird.

 

 

 

Wenn du fastest, führe den, der kein Obdach hat, in dein Haus. Gib ihm Obdach, kleide ihn, entziehe dich nicht der Verantwortung. Jesus spricht, was nachfolgend geschrieben steht: Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Das ist auch ein Fasten.

 

 

 

Jesus hielt sich an das, was der Prophet Jesaja sprach: „Das wird ein Fasten, bei dem du deine Gerechtigkeit leuchten lässt“, wie geschrieben steht, siehe hier: Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen (Jes 58,8). Denn unsere Gerechtigkeit muss besser sein als die der Schriftgelehrten und Pharisäer (s. Mt 5,20a).

 

 

 

Lebe siegreich! Lebe ein Leben des Sieges! Sei siegreich!

 

 

 

Gebet: Lieber Heiland, ich habe meinen Geschwistern hier den Weg des Fastens gezeigt, und, Herr, Du möchtest ihnen helfen, damit sie es verstehen und die Atomkraft Gottes heute begreifen. Man kämpft nicht mehr mit Schwertern, Steinen und Keulen. Nein, man kämpft heute mittels des Gebetes. Wir sollen den guten Kampf des Glaubens kämpfen im Beten und im Fasten. Lieber Gott, leg uns eine Last auf und hilf uns, dass wir diese Last überwinden in Jesus Christus. Wir wollen siegreich leben, vorwärtsgehen und Erfolg haben in Jesus Christus. Segne meine Hörer gerade jetzt in diesem Augenblick. Gott sei mit uns allen. Amen