Der Zehnte
Der Zehnte – Predigt vom 06.03.2026
„All die Fülle ist in Dir!“ – dieses Lied haben wir gerade gehört. Preis dem Herrn! Und heute habe ich ein gutes Thema. Ich werde über das Geld, über den Zehnten, sprechen. Lies, was nachfolgend geschrieben steht: Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Mt 22,21b) Ich spreche über die Heilung der Finanzen. Du brauchst nicht nur die körperliche Heilung, du brauchst auch die Heilung der Finanzen.
Als junger Pastor musste ich in Fellbach bei Stuttgart eine Wohnung auflösen, weil ein Mann gestorben war. Noch zu seinen Lebzeiten schimpfte dieser Mann über mich, weil ich nicht über Geld sprach, sondern über die Sündenvergebung u. a. Hinter der Schrankwand fand ich später 70.000 DM. Das war das Geld, das er dem lieben Gott gestohlen hatte.
Dieser Mann sagte immer: „Über Geld spricht man nicht, man hat es.“ Nein! Man muss auch über das Geld bzw. über den Segen des Zehnten-Gebens sprechen. Ich möchte dich einfach ermutigen: Wachse in das Geben hinein! Wir alle kennen das Märchen „Frau Holle“. Die Frau Holle schüttelt die Betten aus und das Mariechen empfängt. Die andere Marie dachte bei sich: „Das, was diese kann, das kann ich auch!“ Doch sie empfing nichts als Pech.
Wir wollen in den Glauben hineinwachsen: „All die Fülle ist in Dir!“ (Siehe Kol 1,19) Was du brauchst, das solltest du auch haben. Meistens bricht eine Ehe – eine Familie – auseinander, wenn es finanzielle Schwierigkeiten oder Probleme gibt.
Geld und Glauben stehen in keinem Widerspruch. Wenn man das Geld nicht hat, scheitert es an vielem. „Ich habe kein Geld. Ich kann mir das nicht leisten.“ Du betrachtest die vielen Autos und denkst: „Ach, es gibt so viele Millionäre!“ Aber diese Autos gehören alle der Bank! Sie sind meistens auf Kredit gekauft.
Der Zehnte – darüber will ich heute sprechen. Gott spricht, was nachfolgend geschrieben steht: Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth (Hag 2,8). Der Mensch, der Gott auf seiner Seite hat, ist wirklich reich. Das Geld ist nur das Werkzeug, mit dem man das Reich Gottes baut bzw. das Leben gestaltet. „Wenn Zehn den Zehnten bezahlen, kann der Elfte in die Mission gehen.“
Wir sind Gottes Haushalter. Wir sind Gottes Verwalter. Echter Glaube ist, verantwortungsvoll zu leben und mit dem Geld richtig umzugehen. Der Zehnte ist zehn Prozent meines Einkommens, meines Verdienstes und meines Gewinnes. Auch wenn das letzte Hemd keine Taschen hat, müssen wir doch eines Tages Gott sagen, was wir mit unserem Geld angestellt haben. So wie dieser eine, der gestorben war. Das Sozialamt kassierte alles. Dort musste ich das Geld abgeben. Bis heute bekam ich nichts davon, nicht einmal den Zehnten.
Wir sollen Gott gegenüber großzügig sein, das Reich Gottes bauen und fördern. Die Bibel sagt sehr viel über das Geld; sie lehrt beides: Almosen bzw. Opfer und den Zehnten. Almosen – mein diesbezügliches Verhalten geht niemanden etwas an, aber der Zehnte ist berechenbar. Es sind zehn Prozent meines Einkommens.
Einen wichtigen Bibelvers finden wir im Buch des Propheten Maleachi Kapitel 3. Das Wort des Herrn, welches gemäß der Überlieferung aus der Heiligen Schrift offenbar wurde und nachfolgend niedergeschrieben ist, lautet wie folgt: Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle (Mal 3,10). Denke an das Märchen „Frau Holle“. Das Mariechen erhielt alles und wurde reich gesegnet.
In meiner Gemeinde zu Heilbronn war ein Junge, der seinen Zehnten jeweils in einer Tüte in das Opferkörbchen legte. Meistens war es nur 1 DM. Der Sekretär kam zu mir und sagte: „Herr Matutis, würden Sie bitte dem Jungen mitteilen, dass es mir lieber wäre, wenn er die Geldsumme zusammenziehen und den Betrag nur einmal im Monat einreichen würde? Das wären dann vier bis fünf D-Mark. Das wäre besser, als jeden Sonntag nur eine D-Mark in das Opferkörbchen zu legen, um unmissverständlich klarzumachen, dass das sein Zehnter ist.“
Als ich mich lange Zeit später ein bisschen mit der Geschichte dieses Jungen befasste, erfuhr ich, dass er Ingenieurwesen studiert hatte, bei der Firma Messerschmitt angestellt war, einer Familie, einem Haus und zwei Kindern vorstand. Gott hatte ihn gesegnet. Und am Segen Gottes ist alles gelegen (Ps 127,1f.). Der Zehnte befindet sich auch im Neuen Testament, wie nachfolgend geschrieben steht: Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen (Lk 6,38). So erging es auch diesem Uwe, der regelmäßig seinen Zehnten gab.
Es steht geschrieben: Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (2 Kor 9,7). Die Bibel sagt nicht, dass Geld oder Besitz etwas Schlechtes sei. Es kommt darauf an, was du daraus machst. Gibst du es Gott zur Ehre? Machst du etwas daraus?
Gott möchte, dass wir das Geld als etwas Heiliges ansehen und für die Anbetung benützen. Gott fordert uns nicht heraus oder bürdet uns eine Last auf, die wir nicht tragen könnten. Der Zehnte ist für den Reichen und für den Armen gleich. Gib den Zehnten! Das ist ein Test deines Glaubens. „All die Fülle ist in Dir!“ Und wir wollen von Gott gesegnet werden. Aber wollen wir Gott auch geben, was Ihm gehört?
Gott will im Übernatürlichen gelobt werden. Der Mensch ist auf das Übernatürliche angelegt. Im Anschluss hören wir das Lied: „Ich trau auf Dich, o Herr!“ Aber baust du wirklich auf Gott, so sehr, dass du Ihm den Zehnten gibst, also zehn Prozent deines Einkommens? Beteiligst du Gott an deinem Geld?
Dein Geld bekommt eine göttliche Weihe, wenn du den Zehnten gibst. Ich meine nicht nur das, was du gerade übrig hast, die eins, zwei Groschen ins Opfer zu geben, sondern den Zehnten. Das Geld ist für das Heiligtum bestimmt. Es ist etwas Heiliges. Es ist göttliche Energie. Es soll für Gott arbeiten und wirken. Es ist eine Fortsetzung deines Lebens. Du hast dafür gearbeitet und geschwitzt. Mit zehn Prozent sollst du Gott beteiligen.
Du zeigst damit der unsichtbaren Welt, dass du reich bist und dir das leisten kannst. Großzügigkeit ist ein Zeichen des Segens. Du bist im Einklang mit Gott in deinem Bewusstsein. Du handelst im Glauben. Du bist nicht geldgierig. Zehn Prozent gibst du Gott. Das ist so wichtig! Damit zeigst du eine andere Haltung. Du demonstrierst Dankbarkeit: „Ich beteilige Gott an meinen Finanzen!“ Du hast eine andere Haltung – eine Haltung der Dankbarkeit. Dein Geld erhält ein geistliches Element, geistliche Kraft, und wird gesegnet. Es erhält einen höheren Wert. Es ist nicht mehr nur dein Geld.
Als junger Bursche versprach ich Gott, Ihm regelmäßig den Zehnten zu geben. Doch dann kam etwas dazwischen. Ich hatte Reparaturen an meinem Moped oder Auto zu vollziehen. Ich dachte mir, dass ich es später schon bezahlen würde. Doch dann kam der Teufel und nahm mir zehnmal so viel weg! Er nahm nicht etwa nur den Zehnten, sondern er nahm zehnmal so viel! Ich hatte einen Unfall, meine Hosen waren zerrissen, ich stürzte und vieles andere mehr. Der Teufel kassiert! Deshalb ist so wichtig: Beteilige Gott an deinen Finanzen, damit Er dich segnen kann.
Der Zehnte ist kein Selbstzweck! Es ist das Geld, das Gott dir zuvor schenkte. Es ist der Preis Gottes. Es ist das Sichtbare für den Unsichtbaren. Es ist ein Akt des Glaubens. Es löst im Himmel etwas aus. Ich las bereits aus dem Buch des Propheten Maleachi, was nachfolgend geschrieben steht: Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle (Mal 3,10).
Wenn du ein offenes Fenster hast, wirst du gesegnet. Du beteiligst Gott an deinem Segen von dem, was Er dir gab, von der Energie deines Lebens. Du bewegst etwas, ja! Du beginnst, im Glauben zu leben!
„Bring aber den Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus … “ – Und der Zehnte gehört nicht irgendwohin, sondern dorthin, wo du deine geistliche Speise bekommst, wo du ermutigt und gestärkt wirst usw. Du willst den vollen Segen haben, deshalb bring auch den vollen Segen ins Haus Gottes. Nun kannst du Gott prüfen (s. Mal 3,10b).
In Schottland gehen eine Frau und ihr Enkelkind in die Kirche. Das Enkelkind sieht, was seine Großmutter in die Kollekte wirft. Es waren zwei Groschen. Auf dem Nachhauseweg schimpft die Oma über dieses und jenes, was sich in der Gemeinde zugetragen hatte. Daraufhin erwidert das Mädchen: „Oma, für zwei Groschen kannst du nicht mehr bekommen!“ Viele Menschen wundern sich, warum sie nicht gesegnet werden. Bring den Zehnten ganz in Gottes Haus! Das, was Gott dir gab, gib Ihm zurück! Stelle es Ihm zur Verfügung. Er soll es gebrauchen, wie Er es will.
Der Zehnte ist ein Teil des Ganzen, von einhundert Prozent. Deshalb ist es so wichtig, dass du den Zehnten in Gottes Haus bringst. Es steht geschrieben: Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und ist die Wurzel heilig, so sind auch die Zweige heilig (Röm 11,16). Wenn du Gott deine Finanzen zur Verfügung stellst, sind alle deine Finanzen – deine Einnahmen – gesegnet. Hier gibst du Gott etwas von deiner Erstlingsfrucht zurück.
Wenn du den Zehnten gibst, ist dein ganzes Geld, deine ganze Ernte, deine ganze Arbeit gesegnet und geheiligt. So viele Menschen wissen das nicht. Sie denken: „Ich bezahle meine Kirchensteuer. Das reicht schon aus!“ Nein! Die Kirchensteuer ist nicht der Zehnte. Gib Gott zurück, was Ihm gehört und dann wird Gott die Schleusen des Himmels öffnen. Du wirst von Gott beschützt, du wirst gesund erhalten, du wirst gestärkt, „der Fresser“ wird ferngehalten von deinem Leben und du kannst den Segen erklären. „Ich bin gesegnet!“ Das kannst du nicht sagen, wenn deine Finanzen oder dieses und jenes in deinem Leben noch nicht stimmt.
Der Zehnte – das ist Gottes Wille. Wer den Zehnten gibt, fängt übernatürlich im Glauben an, zu leben. Damals in Stuttgart lebte ich auch schon im Glauben. Der Sachbearbeiter, der meine Akte bearbeitet hatte, sagte: „Herr Matutis, ich möchte sehen, wovon Sie leben!“ Ich erklärte ihm, dass ich von dem leben würde, was mir die Gemeinde gibt. „Außerdem“, so sagte ich, „haben wir einen Schrebergarten, und ab und zu bringen uns die Leute ihren Zehnten. Entweder jemand schlachtet etwas oder sie bringen mir die Eier ihrer Hühner.“ Später ging dieser Finanzbeamte selbst auf die Bibelschule, wurde Prediger und dient seitdem Gott.
Den Zehnten gab es schon lange vor dem Gesetz. Manche Leute denken, dass der Zehnte gesetzlich ist. Nein! Der Zehnte ist biblisch. Abraham gab schon – vierhundert Jahre vor Moses und dem Gesetz – den Zehnten von dem, was er in der Schlacht (s. 1 Mose 14,17) gewonnen hatte. Diesen Zehnten gab er dem Melchisedek (s. 1 Mose 14,20b).
Der Zehnte überwindet den Fluch. Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz, sondern im Neuen Testament. „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei … “ Also, damit du das richtige Wort im richtigen Augenblick empfängst; damit dir der Herr begegnet, dich tröstet, aufrichtet und aufbaut. Bring deinen Zehnten in das Kornhaus Gottes, dorthin, woher du deine geistige Speise empfängst. Und wenn du bei mir eine solche Speise empfängst, dann sende uns eine Spende.
Das Wort Gottes ist nicht überholt. Es ist nicht antiquarisch oder alttestamentarisch. Es ist nicht aus der Zeit oder überholt. Es hat alle Krisen überdauert. Es ist so wichtig, dass du das weißt. Es hat sich bewährt. Bringe den Zehnten!
Am letzten Sonntag wurde ich erschreckt. Meine Schwester kam zu mir und sagte: „Hast du den Zehnten gegeben?“ Ich gab ihn, ja. Normalerweise gebe ich jeden Samstag meinen Zehnten von meinem Einkommen, denn ich will mich nicht an Gott versündigen. Ich will kein Räuber sein, der etwas für sich beansprucht, was ihm nicht gehört und denkt, dass es Gott nicht sieht. Gott sieht es ganz genau. Er merkt, was wir tun. In so vielen Kreisen funktioniert das den Zehnten zu geben nicht. Sie leiden an Armut. „Ich bin arm. Ich kann das nicht!“ Nein! Den Zehnten kann sowohl der Reiche als auch der Arme geben. Bei jedem ist der Zehnte gleichermaßen der Zehnte.
Beginne, den Zehnten zu geben und du wirst überrascht sein, wie du gesegnet wirst. So viele Menschen wurden reich gesegnet. Sogar Welt-Menschen! Es gibt in in der Welt da draußen „Mister Zehn Prozent“. Sie engagieren sich. Entweder sie geben „Brot für die Welt“ oder für anderes. Sogar Gangster beteiligen sich daran.
In London jagt Klaus Kinski den Gangstern nach. Er nimmt ihnen das Geld ab und bringt es zu Scotland Yard. Die Gangster sagen: „Wir nahmen nur den Zehnten!“ Sogar Gangster kennen den Zehnten. Aber darauf liegt kein Segen. Der Segen liegt auf dem freiwilligen und freudigen Geben.
Wer den Zehnten gibt, dessen Herz hängt nicht mehr am Geld. So jemand ist vom Geld erlöst. Wir müssen von Geld, den Sünden und so vielen anderen negativen Dingen erlöst werden. Das hat Auswirkungen auf unser Leben. Wir sind erlöst, ja! Gott sorgt für uns.
Wir sind vom Segen Gottes abhängig. Uns gelten die Verheißungen Gottes erst, wenn wir den Zehnten geben. Vorher nicht. Da kannst du beten bis zur Vergasung. Alles Mögliche kannst du tun: „Herr segne mich! Herr, segne mich! Herr, segne mich!“ Es wird nichts bringen. Du musst auch etwas dafür tun. Jeder kann sich leisten, den Zehnten zu geben. Es ist immer der Zehnte.
Du bist erst ein Bürger des Bundes – auch des Neuen –, wenn du anfängst, den Zehnten zu geben. Die Verheißungen Gottes gelten für dich. Du musst die Verheißungen nur annehmen. Der Herr macht die Fenster des Himmels auf und schüttet – wie Frau Holle – den Segen herab. Du musst nur „deine Schürze“ aufhalten. Viele haben nur Vampire um sich, die ihnen den Segen rauben. Der Teufel frisst. Ich weiß, was das bedeutet, denn so war es auch bei mir. Plötzlich funktioniert die Waschmaschine nicht mehr, dann geht der Traktor kaputt, danach der Herd und nacheinander vieles mehr. Und dann verschimmeln die Lebensmittel – ja, das ist der Fresser! Doch Gott sagt: „Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen“. (Siehe Mal 3,11a) Gott will den Fresser von deinem Haus fernhalten!
Der Fresser drangsaliert uns durch Reparaturen, Krankheit und viele mehr. Und die Krankheit kostet viel Geld. Wenn wir hier keine Krankenversicherung hätten, würdest du schon bankrott sein. Da hast du Stress, Plagen und Verluste. Danke Gott und sage: „Vater, ich danke Dir für den Segen!“
Der Zehnte-Zahler lebt nach den biblischen Gesetzen. Abraham brachte Melchisedek den Zehnten, wie nachfolgend geschrieben steht: Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem (1 Mose 14,19f.).
Jakob desgleichen. Er wollte um jeden Preis gesegnet werden. Er rang mit Gott, wie nachfolgend geschrieben steht: Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn (1 Mose 32,27). Lies, was er zu Gott sagte. Es steht geschrieben: Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HERR mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben (1 Mose 28,20-22). „Ich werde Dir ein Betel bauen“ – das ist eine Stätte der Anbetung.
Nachdem die Israeliten aus Ägypten auszogen, brachten sie Gott den Zehnten. Weißt du, was sie taten? „Ihr habt vierhundert Jahre umsonst gearbeitet!“ (Siehe 1 Mose 15,13) Und das ganze Gold – Schmuck wie z. B. Ringe und Spangen – gaben sie in den Schmelzofen (s. 2 Mose 32,3). Daraus wurde dann das goldene Kalb gegossen (s. 2 Mose 32,4a), um das sie dann tanzten (s. 2 Mose 32,5f.). Wenn wir Gott nicht geben, was Ihm gehört, stellt uns der Teufel nach!
Christus bestätigt die Lehre des Zehnten-Gebens. Auch der Pharisäer sagt: „Ich gebe von allem den Zehnten.“ Es ist richtig, dass du den Zehnten gibst. Es steht geschrieben: Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Mt 22,21) Er errettet uns und gibt uns, was wir benötigen. Gib Gott, was Gott gehört, und dem Teufel, was dem Teufel gehört. Dem Teufel gehört nämlich nichts! Gib ihm einen Tritt, damit er aus deinem Leben hinausfliegt, denn er hat bei dir nichts zu suchen.
Bezahle den Zehnten, dann ist Gott dein Partner. Nicht nur wohltätige Organisationen, sondern wir als Gläubige zahlen den Zehnten. Wir streben nach dem Reich Gottes. Es steht geschrieben: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen (Mt 6,33). Tue das, damit Vorrat in Seinem Hause ist an Brot und anderem.
Im Gebot des Herrn damals war integriert, dass die Leute den zehnten Teil geben sollten; den Ertrag ihres Lebens von allem, was sie hatten. Sie zahlten den Zehnten. Damit prüften sie den Herrn. Dann konnten sie Gott bitten, um Hilfe schreien und Seine Hilfe empfangen. Er half ihnen.
Liebst du Gott wirklich oder bekennst du deine Liebe zu Ihm nur mit den Lippen? Wer den Zehnten nicht bezahlt, ist nur ein Lippen-Bekenner. Gottes Segen ist berechenbar. Wer den Zehnten gibt, der zahlt mit seinem Leben: „Gott ist die Nummer Eins bei mir! Er steht an erster Stelle!“
Der Zehnte ist ein Schlag dem Teufel ins Gesicht; seine Verachtung, seine Ablehnung und seine Diskriminierung. „Ich gebe Gott das, was Ihm gehört und was Er verdient. Das, was Gott einerseits mir gab.“ Denn neunzig Prozent davon darf ich behalten, aber ein Zehntel ist Gottes Teil. Lies, was Jesus sprach: Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« (Mt 4,4) Das gehört auch dazu!
Wenn du den Zehnten gibst, setzt du klare und deutliche Zeichen für die unsichtbare Welt. Es muss niemand sehen und es geht auch niemanden etwas an. Es ist genau so wie bei den Almosen. Es steht geschrieben: Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen bleibe (Mt 6,3-4a). Aber der Zehnte ist berechenbar. „Ich weiß, was ich verdiene und was Gott gehört.“
Gib Gott den Zehnten und Er öffnet die Fenster des Himmels. Mit deiner Gabe – mit dem Zehnten – beginnt Gott, zu reden und zu handeln. Du empfängst das Himmelsbrot (s. 5 Mose 8,3). Du wirst motiviert, inspiriert und verändert. Der Zehnte löst eine göttliche Lawine des Segens aus. Das Gnadenjahr Gottes bricht in deinem Leben an.
Mit dem Zehnten hört deine Gefangenschaft auf und du sagst klar und deutlich: „Ich gehöre dem Herrn!“ Du selbst gehörst Ihm, nicht nur dein Geld. Neunzig Prozent brauchst du für die Miete, für Strom, für die Versicherung, für das Essen und für dieses und jenes. Und das, was du übrig hast – denn, der gesegnete Mensch hat immer etwas übrig –, dieses Geld ist für den Herrn.
Mit dem Zehnten sagst du dem Teufel und dem System dieser Welt: „Ich kann es nicht kaufen bzw. bezahlen, aber ich danke Gott, preise und rühme Ihn!“ Der Segen ist nicht käuflich, auch nicht mit dem Zehnten. Nicht etwa, dass jemand denkt, er würde gesegnet werden, weil er Gott den Zehnten gibt. Erst die Treue zahlt sich aus. Ich weiß aus meinem persönlichen Leben, dass die Treue wichtig ist.
Mit der Gabe des Zehnten dienst du dem Herrn am meisten. Du verzichtest auf alle möglichen menschlichen Sicherheiten, auf den Materialismus bzw. das Sichtbare. „Ich weiß, der Herr versorgt mich und ich werde davon leben!“ Alles andere ist eine fromme Faselei. Solange du nicht den Zehnten gibst, bist du nur ein frommer Schwätzer, so wie dieser Mann in Fellbach bei Stuttgart, der immerzu sagte: „Geld hat man, darüber spricht man nicht.“ Hinter seinem Schrank befanden sich 70.000 DM. Das alles kassierte das Sozialamt!
Wer wird einmal dein Geld kassieren? Erst wenn du den Zehnten gibst, unterschreibst du mit deinem Glauben, mit deinem Leben, mit deinem Schweiß und mit deinem Blut. Du weißt genau: „Ich habe es Gott anheimgestellt und Er wird mir helfen!“ Wenn du den Zehnten gibst, wird dich Gott versorgen. Wenn du es nicht tust und wenn du Ihn nicht an deinem Leben teilhaben lässt, dann wird der andere – der Fremde, der Teufel – kommen. Er wartet nur auf diesen Augenblick. Dann ist das ganze Geschwätz über den lieben Gott, den Himmel u. a., nur noch eine Seifenblase.
Höre nicht auf, den Zehnten zu geben. Sei treu im Kleinen. Gib Gott die zehn Prozent. Wenn du mit dem Hamstern beginnst, wirst du niemals mehr satt werden, denn es wird sich dieses und jenes zutragen. Gott kennt deine Situation und Er testet dich: „Wirst du mir den Zehnten geben?“
Das solltest du tun, und zwar nicht aus deinem Minus – aus dem, was du nicht hast –, sondern aus dem, was du hast. Du musst nicht zur Bank gehen und Geld abheben, damit du den Zehnten bezahlen kannst, sondern gib von dem, was du einnimmst, was du verdienst, was Gott dir gibt, gib von Seinem Segen – von dem, was dich am Leben erhält – den zehnten Teil.
Du musst dich versorgen. Alles kostet Geld. Wir gehen teuren Zeiten entgegen, meine lieben Geschwister. Und es ist so wichtig, dass wir alles auf eine Karte setzen. „Alles meinem Gott zu Ehren!“ Gott sorgt für meine Zukunft! Lies, was nachfolgend geschrieben steht: Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz (Mt 6,19-21). Bruder, Schwester, das ist so wichtig! Wir sollen Schätze sammeln! Damit fange ich durch das den Zehnten-Geben an.
Ich predige nicht nur fürs Geld, sondern vor allem nach dem Grundsatz „Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch.“ (Siehe Mt 10,8b) Denn ich weiß eines: Gott ist mein Vergelter. Ja, Gott vergilt es mir!
Wenn wir mit dem Zehnten anfangen, tun wir für uns selbst etwas Gutes. Wir tun das Richtige und das Wahre. Ja, und dann soll ich Gott prüfen. Gott will sogar geprüft werden: „Kann und wird Er mich versorgen?“ Man muss den Zehnten Gott geben! Nicht dem Pastor und auch nicht der Gemeinde, sondern Gott allein. Er öffnet die Fenster des Segens.
Abraham brachte den Zehnten von dem, was er im Kampf gegen Sodom und Gomorra gewonnen hatte, dem Priester Melchisedek. Er wurde entführt. Doch er gab den Zehnten, weil er wusste: „Ich diene Gott! Er soll verherrlicht werden!“
Du sollst deinen Zehnten geben. Und ich kenne Leute, die über den Zehnten hinausgehen und darüber hinaus geben. Es steht geschrieben: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst (Jak 1,22). So wie der kleine Junge, von dem ich anfangs predigte. Jede Woche brachte er seinen Zehnten von seinem Taschengeld.
Du brauchst Worte, die dir weiterhelfen und nicht versagen, die dich versorgen, die dich ermutigen und die dir Kraft geben, die biblisch sind und die dich motivieren. Bringe Gott den Zehnten; dann kannst du Ihn herausfordern und beten: „Gott, ich bin in Schwierigkeiten. Ich brauche deine Hilfe und deinen Segen!“
Jetzt, da du regelmäßig den Zehnten gezahlt hast, kannst du vor Gott treten und sagen: „Lieber Gott, durchbreche den Teufelskreis in meinem Leben und verändere die Dinge.“ Das erleben wahre Gläubige. Sie erlebten, dass das fremde Joch durchbrochen wird; das Joch des Kapitalismus, des Materialismus, der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Versorgung.
Gott trägt und versorgt mich. Mal habe ich einen kleinen Garten, mal habe ich dieses und jenes. Und ich kam nach Berlin, weil ich meinen alten Gott wiederfinden wollte. In meiner Gemeinde in Heilbronn war für alles gesorgt. Wenn ich dort in den Gottesdienst kam, war alles geregelt. Aber ich wollte Gott wieder um jeden Krümel Brot bitten.
Die meisten Menschen sind krank. Sie beginnen, am übernatürlichen Leben zu zweifeln; sie schleudern (s. Jak 1,6). Erst wenn du Gott den Zehnten bringst, beginnst du damit, Gott im Kleinen zu vertrauen. Du beteiligst Ihn an deinem Leben, an deiner Zeit und an deiner Kraft.
Wer den Zehnten gibt, der ehrt Gott. Wir sind Gottes Haushalter. Was wir mit dem Geld tun, ist nichts anderes als es zu verwalten. Alles ist sowieso nur geborgt. Ich könnte das alles nicht tun, was ich tue, wenn ich keine Kraft hätte, wenn ich nicht gesund wäre, wenn ich nicht versorgt worden wäre. Ich bin nur ein Verwalter.
Gott will ehrliche Anbetung. Und ehrliche Anbetung ist, dass wir Ihm die Ehre geben, dass wir Ihn ehrlich preisen mit unserer Hingabe: „Das erhältst du von mir, denn das gabst Du mir. Ich gebe es Dir dankbar wieder zurück. Herr, ich danke Dir dafür!“
Gott will ein aufrichtiges Herz sehen. Mehr will Gott gar nicht haben. Er braucht mein Geld nicht. Er ist darauf nicht angewiesen, aber Er möchte sehen, ob ich es ehrlich meine und ob wahr ist, was ich Ihm bekenne und sage.
Gott lässt uns an Seiner Fülle teilhaben. „All die Fülle ist in Dir!“ – dieses Lied hörten wir. Beteiligst du Gott an dieser Fülle? Gibst du den zehnten Teil des Segens Gott? Gibst du Gott Trinkgeld? Ich habe eines in meinem Leben gelernt: Gott Trinkgeld zu geben. Wenn ich irgendwo auswärts esse, versuche ich genau nachzurechnen, ob das wirklich zehn Prozent sind, die ich dem Kellner gebe. Wenn ich dann das nächste Mal dorthin gehe, werde ich ganz anders bedient.
Ich gebe dem Kellner „meinen Zehnten“. Gott ist mein Kellner. Er versorgt uns mit allem, was wir brauchen. Es steht geschrieben: Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten (Lk 16,9a). Ja, mit dem trügerischen Geld! So werdet ihr eines Tages aufgenommen in die ewigen Wohnungen. Gib dein Geld den Armen! So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Sei ein guter Verwalter.
Der Glaube braucht Beweise. Der Zehnte ist offensichtlich der Beweis gemäß der Bibel. Das ist weder alttestamentlich noch gesetzlich noch jüdisch noch neutestamentlich, sondern es ist etwas, was schon immer so war. Gib Gott, was Gott gehört. Dafür braucht es keine Erklärung und kein Blabla. Es ist das Geld Gottes.
Der Umgang mit dem Zehnten, mit dem Geld, gibt Aufschluss über unsere Persönlichkeit. Viele sind arm und bleiben auch arm, weil sie knauserig sind, Gott bestehlen und berauben. Man kann Menschen etwas vormachen, aber nicht Gott. Lies einmal das Buch des Propheten Maleachi und gehe dann darüber ins Gebet. Gott lässt sich keinen Bären aufbinden. Ihn kann man nicht betrügen.
Sei ehrlich. Der Zehnte bleibt der Zehnte, egal ob arm oder reich. Wie auch immer du die Sache siehst, der Zehnte bindet Gott an dich und dich an Gott. Der Zehnte ist: „Ich binde mich an Gott!“ Der Zehnte verpflichtet Gott, für mich zu sorgen, wenn ich in Not und in Schwierigkeiten bin. Das war lange vor dem Gesetz während der Zeit der Gnade. Die Patriarchen, wie z. B. Abraham und Jakob, brachten den Zehnten. Also den Zehnten gab es nicht erst seitdem sie den Tempel hatten, sondern lange Zeit davor.
Der Zehnte ist kein Muss, er ist ein Vorrecht: „Ich darf Gott meinen Teil bringen und Ihn beteiligen!“ So wie der Junge, der sich das nicht nehmen ließ. Gott lässt sich auch nichts nehmen.
Der Zehnte ist Ausdruck meines Glaubens und meines Denkens. Es ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern es kostet mich etwas. Wenn du viel Geld hast, ist das nicht so schlimm, aber wenn du wenig Geld hast, schon. Von einhundert Euro den Zehnten zu geben, ist sehr viel. „Ich habe also dann zehn Euro weniger. Dieses Geld fehlt mir!“ Aber du kannst damit rechnen, dass Gott dich versorgt!
Gott zu preisen und Ihm zu danken, ist eine wichtige Sache. „Ich gebe Gott etwas zurück und erfahre Seine Gnade und Gunst!“ Es ist ein Zeichen meiner Geisteshaltung. Es ist ein Zeichen meiner Liebe und Hingabe zu Ihm. Es ist ein Zeichen meiner Selbstweihe und eine Demonstration meines Glaubens. Es ist ein Beweis dafür, dass ich an ein übernatürliches Leben glaube: „Gott wird mich versorgen und tragen!“
Lebe ein Leben im Vertrauen zu Gott. Gott spricht: „Und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“
Es steht geschrieben: Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen (Spr 3,9f.). Ehre den Herrn mit deinen Opfergaben, also nicht nur mit Worten, sondern mit Taten.
Kornelius, der Hauptmann – er gab viele Almosen und diente Gott mit seinem Geld (s. Apg 10,2.4b). Petrus musste zu ihm gehen und ihm das Evangelium nahebringen (s. Apg 10,28.34-43).
Diene Gott mit dem Besten deines Ertrages. Bringe Gott das Beste deiner Arbeit, deiner Einnahmen und deines Gewinns bzw. deines Erlöses! (Siehe Kol 3,23) Viele fragen: „Soll ich Gott den Zehnten geben von Brutto oder Netto?“ Das ist egal. Frage dich, ob du von Gott Brutto oder Netto haben möchtest.
Es ist so wichtig, dass du die Vorratskammern Gottes erlebst – wie sie überfließen! Ich will dich heute ermutigen: Beginne, im Übernatürlichen zu leben. Werde ein Geber. Geben ist seliger als nehmen (s. Apg 20,35b). Entdecke das göttliche Gesetz von Saat und Ernte. Das, was du säst, das wirst du auch ernten.
Bei uns in der Sowjetunion – damals noch unter Stalin – war alles sehr knapp. Ich weiß noch, dass mein Vater die Kartoffeln, bevor er sie setzte, spaltete. Unsere Nachbarn säten nur Kartoffelschalen und wunderten sich dann, dass ihre Ernte so gering ausfiel. Das, was du säst, das wirst du ernten.
Ja, ein überfließendes Leben! Deine Saat beeinflusst dein Leben. Gott sagt, dass wir funktionieren sollen. Später folgt das Sabbatjahr. Ich könnte noch viel dazu sagen, doch heute nur so viel: Beginne, zu säen. Werde ein Sämann. Gott sagt: „Ich werde dafür sorgen, dass wir auch während des Sabbatjahres ausreichend zu essen haben.“ (Siehe 3 Mose 25,1-7)
Sei offen. Es steht geschrieben: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten (Ps 126,5). Man könnte auch sagen: Die in Zeiten der Not säen, werden mit Freuden ernten. Auch das gehört dazu. Du wirst geistlich gesättigt und gesegnet, auch wenn du ganz arm bist. Gott wird dich segnen. Im Buch der Sprichwörter Kapitel 18 lesen wir, was nachfolgend geschrieben steht: Von der Frucht seines Mundes nährt sich der Leib des Mannes, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen (Spr 18,20). Dein Inneres wird genährt mit Gutem und du wirst so viel haben, dass du sogar anderen abgeben kannst. Das ist ein Zeichen dafür, dass jemand gesegnet ist. Solange du nicht abgeben kannst und solange du nicht überläufst, bist du nicht gesegnet.
Lebe ein übernatürliches Leben. Sei Gott gehorsam im Kleinen, im Zehnten-Geben. Gott liebt es, die Seinen zu segnen, besonders mitten im Gericht, in der Kriegszeit, inmitten der Teuerung. Ja, wir leben in einer teuren Zeit. Der Zehnte bindet dich an Gott und Gott an dich. Der Zehnte stammt aus uralter Zeit. Wer den Zehnten gibt, der behält nicht für sich und sammelt Schätze für den Himmel.
Der Zehnte ist ein Privileg des Gesegneten, ein Ausdruck seines Glaubens und ein Ausdruck seines Dankes. So opferst du Gott Dank. Es ist eine Rückgabe der vorlaufenden Gnade und der Gunst Gottes. Es ist ein Zeichen deiner Liebe. Du gibst es freiwillig. Damit weihst du dich selbst dem Herrn. Es ist eine Demonstration des Glaubens. Der Glaube ohne Werke ist tot an sich selbst (s. Jak 2,17). Es gäbe noch so viel darüber zu sagen, denn der Zehnte beinhaltet sehr viel.
Du kannst reich gesegnet werden! Beginne damit, den Zehnten zu geben. Einige der Prominentesten sind Millionäre und Milliardäre. Sie zahlen kontinuierlich den Zehnten ein. Abraham hatte seine eigene Armee, 318 Männer standen hinter Waffen (s. 1 Mose 14,14). Und er gab den Zehnten.
Jakob gab den Zehnten von allem, was er eingenommen hatte. Gott segnete ihn, obgleich Laban ein Schwindler und ein Ganove war, der ihn betrog (s. 1 Mose 31,7).
Die Witwe brachte ihr Scherflein (s. Mk 12,42) in den Opferkasten des Tempels. Das war ihr Zehnter. Sie drehte das Scherflein zwei bis dreimal um, bevor sie es hineinwarf (s. Mk 12,44b). Vielleicht verhältst du dich ja auch so, bevor du opferst.
Zu den gesegneten Menschen der Neuzeit gehört William Colgate, ein Seifenfabrikant; Waschmittel, Zahnpasta, Palmolive. Er wurde reich. Während der Zeit der Wirtschaftskrise sagte er: „Wenn ich meine Arbeit bekomme, dann gebe ich Gott von meinem ersten Gehalt den Zehnten.“
Oder Henry J. Heinz – du kennst ja bestimmt den Begründer von Ketchup. Oder John D. Rockefeller. Man kann über diesen Mann schimpfen so viel man will. Als Bub fing er an, nachdem sein Vater gestorben war und er arbeitslos wurde – seine Mutter hatte mehrere Kinder –, den Zehnten zu geben und zu spenden. Das war im Jahr 1855. Man schätzte damals sein Gesamtvermögen auf 531 Mio. Dollar. Er wurde einer der reichsten Männer, aber alles begann damit, dass er Gott den Zehnten gab, wenn man den Reichtum der Rockefellers analysiert.
Da kann ich nur sagen: „Gib Gott, was Gott gehört und Er wird dir geben, was Ihm gehört. Er wird dich reich segnen; genauso, wie es der Prophet Maleachi kundtut.
Lebe ein erfülltes Leben, ein Leben voller Gnade, Segen und Herrlichkeit. Geben ist seliger als nehmen. Das Geben stellt dein persönliches Leben auf den Kopf. Der Zehnte ist mehr als neutestamentlich, er ist biblisch. Der Zehnte existierte bereits vierhundert Jahre vor dem Gesetz. „Ich will die Fenster des Himmels auftun und dir Wohlstand und finanziell alles das geben, was du brauchst.“ Er wird dich nicht zum Millionär machen, aber du wirst genug haben, damit du leben kannst, damit du deine Rente erhältst und alle deine Unkosten bezahlen kannst.
Armut ist ein Fluch, der abgewendet werden muss. Das passiert dadurch, dass wir bereit sind, Gott etwas abzugeben. Jesus war arm und machte doch viele reich (s. 2 Kor 8,9). Er gab Sein Leben (s. Mt 20,28b). Gottes Vorratshaus steht dir offen. Der Zehnte ist ein Segen und keine Last. Du musst es nicht, aber du kannst den Zehnten überweisen, denn Gott ist ein Geber aller guten Gaben (s. Jak 1,17a). Und er segnet dich hundertfach. Wenn der Teufel Zugriff auf dein Leben bekommt, dann kassiert er zehnfach ab. Dann wirst du dich wundern.
Ich stehe heute hier nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Ich gebe den Zehnten, weil Jesus es lehrte und sagte. Der Zehnte ist ein klarer Teil meines Lebens geworden. Ich fing damit vor 58 Jahren an. Immer versorgte mich Gott. Ich hatte niemals Mangel (s. Lk 22,35). Er gab mir zwar nicht immer alles, was ich brauchte, ich wurde aber satt und bin gut genährt.
Man kann Gott dadurch berauben, dass man nicht gibt. Ich gebe, was Gott gehört. Ihm gehört alles. Eigentlich komme ich billig weg, denn Ihm gehört alles und deshalb müsste ich Ihm auch alles geben. Aber Er ist schon mit zehn Prozent zufrieden. Ich sage: „Gott, das ist ein Teil von dem, was mein Leben ausmacht.“
Es reicht nicht aus, einfach nur nett zu sein, einfach nur etwas für die Evangelisation oder Mission zu tun oder ein paar Almosen in den Opferkasten zu werfen. Das ist viel zu billig. Und ich wundere mich manchmal über die Christen, weil sie dieses und jenes nicht haben.
Ich möchte dich einladen! Beginne damit, Gott fröhlich zu geben (s. 2 Kor 9,7b). Habe ein ganz klares Ja zum Geben. Das Geben der Almosen geht niemanden etwas an, wie viel und was du gibst, aber der Zehnte ist, wie gesagt, berechenbar. Wenn du ihn gibst, dann passiert dieses und jenes.
Die ersten Christen verhielten sich so, wie nachfolgend geschrieben steht: An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme (1 Kor 16,2). Sie legten zusammen, was sie geben sollten und wollten. Sie gaben es Gott. Es wurde am ersten Sonntag in der Gemeinde zusammengetragen. Wir tun das auch, meistens am ersten Sonntag des Monats. Und was mein Leben betrifft, gebe ich jeden Samstag das, was Gott gehört, und manchmal darüber hinaus mehr.
Ich bin verantwortlich für mein Leben. Ich bin verantwortlich dafür, dass es mir gut geht. Geben ist eine Sache des Einzelnen. Am ersten Tag jeder Woche sollten wir es dem Herrn übergeben: „Herr, das gebe ich Dir. Das gehört in Dein Haus!“ Dann wunderst du dich, woher der ganze Segen bzw. die ganzen Gedanken, Ideen und Ideale kommen.
Du wirst erst gesegnet, wenn du die Bedingungen Gottes erfüllst. Gib und es wird dir gegeben. Du musst nicht, denn du bist nicht im Kommunismus. „Wenn das Geld im Kasten klingt, bekomme ich etwas von Gott!“ Nein! Ich gebe freiwillig!
Auch die Kirchenväter gaben bis ins 3. Jahrhundert. Lies einmal die Märtyrergeschichten! Justin der Märtyrer, der im 2. Jhd. n. Chr. lebte, sagte, dass unsere Gerechtigkeit besser sein müsse als die der Schriftgelehrten und Pharisäer. Der Pharisäer sagt: „Ich gebe regelmäßig den Zehnten.“ (Siehe Lk 18,12) Ja, so sollte es sein! Darüber gibt es Predigten.
Irenäus, der auch im 2. Jahrhundert n. Chr. lebte, sagte, dass das Gesetz durch den Neuen Bund nicht aufgehoben, sondern erfüllt sei. Wir geben eigentlich Gott nicht nur einen Teil, den Zehnten, sondern, wir geben Ihm alles. „Alles will ich Jesus weihen, nichts mehr will ich nennen mein.“
Clemens von Alexandria schrieb im 3. Jhd. n. Chr., dass uns das Gesetz des Zehnten von der Frömmigkeit zur Freigiebigkeit, Gerechtigkeit und Menschenliebe erziehen würde. Ja, dieses Geben erzieht uns! Der Zehnte ist eine Gehorsams-Handlung. Daran sieht man, ob du Gott gehorsam bist oder nicht. Dadurch empfängst du Speise für dein Leben und für deinen Alltag. Mache es so, wie im Restaurant. Beginne dort, dem Kellner „deinen Zehnten“ zu geben und du wirst sehen: Du bekommst einen guten Sitzplatz und wirst freundlich bedient.
Noch einmal, es steht geschrieben: Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR (Mal 3,10a). Komm und beginne damit! Fange es an! Gib den Zehnten! Das ist Gottvertrauen! Vertraust du Gott?
Gebet: Lieber Heiland, ich segne meine Geschwister. Sie müssen den Zehnten nicht geben, aber sie dürfen. Es ist ein Vorrecht zu Deiner Ehre und zu Deinem Lob. Herr, und ich segne das Volk Gottes. Das Volk Gottes soll gesegnet sein auf Schritt und Tritt! Im Glauben sollen sie leben, im Glauben sollen sie wandeln und im Glauben sollen sie die Herrlichkeit Gottes erleben. Sie sollen genügend Geld haben, um andere versorgen zu können durch die Gnade Gottes. Amen


