Heilung für betrübte Seelen – Predigt vom 17.06.2026

 

Dankeschön! Preis dem Herrn! Heute habe ich eine gute Botschaft für betrübte, traurige Seelen, die fix und fertig sind, die leer und ausgebrannt sind, und die die Kraft aus der Höhe brauchen. Was machst du mit deiner Seele, wenn sie verbraucht ist und du keine Kraft mehr hast? Die Seele ist ein wichtiger Teil des Menschen, der wichtigste Teil, denn dir soll es so gehen, wie es deiner Seele geht. Geht es deiner Seele gut, dann bist du auch glücklich, zufrieden und ausgeglichen. Geht es aber deiner Seele schlecht, dann bist du depressiv.

 

Hier in Deutschland gibt es etwa vier Millionen Menschen, die an Depressionen leiden! Das ist zu einer Volkskrankheit geworden! Immer mehr Menschen werden depressiv, betrübt und traurig an der Seele! Sie haben keinen Menschen, obwohl sie sich mitten in der Gesellschaft – in der Disco oder dergleichen – aufhalten.

 

Fast jeder Mensch erkrankt irgendwann in seinem Leben einmal an Depression, aber er kommt meistens wieder heraus. Falls man nicht mehr aus den Niederlagen herausfindet und es chronisch wird – wenn man Schweres durchgemacht hat, traurig bleibt und nicht mehr in die Freude hineinfindet –, dann ist man depressiv und braucht Hilfe. Wenn diese Hilfe nicht durch einen Seelsorger bzw. durch das Wort Gottes zuteil wird, dann muss man einen Psychologen zurate ziehen.

 

Viele Menschen geraten in Not, weil die Seele ausgebrannt ist: „Ich habe niemanden, der mir hilft oder beisteht!“, sagen viele Menschen. Und oft können sie sich selbst nicht erklären, woher diese innere Leere und Traurigkeit kommt. Dafür gibt es sehr viele Ursachen.

 

Bei dem weiblichen Geschlecht kommen Depressionen häufiger vor als bei dem männlichen. Doch es ist eine Volkskrankheit! Als Pastor bin ein Seelsorger. Ich möchte einfach für die Seele sorgen und das Medizinische den Ärzten überlassen. Die Seele – das ist der inwendige Mensch. Ich möchte heute Nachmittag zu den betrübten Seelen predigen. Ich will deine Seele wieder normalisieren und auf Vordermann bringen.

 

Mein Auftrag, den mir Gott früher einmal gab, lautet wie folgt: „Stärke deine Brüder.“ Das sprach er damals zu Petrus, nachdem dieser den Herrn verleugnet, sich geschämt und bitterlich geweint hatte. „Stärke deine Brüder.“ (Siehe Lk 22,32b)

 

Es gibt viele Rezepte und Lösungen, wie man einen Menschen stärken und motivieren kann. Man kann ihn unter die Arme greifen, mit ihm zum Thron Gottes gehen und gemeinsam beten. Wenn du merkst: „Mit mir geht es nicht mehr so weiter. Ich ticke nicht mehr richtig und ich bin ständig traurig!“, dann solltest du unbedingt einen Seelsorger aufsuchen.

 

Frage dich: „Was war der Auslöser?“ Das kannst du schon einmal selber tun. „Wer steht oder stand mir im Weg? Oder stehe ich mir selbst im Weg? Was ist mit mir los? Wem muss ich vergeben?“ Denn oftmals ist Unvergebenheit die Ursache für eine Depression. Dadurch kommen wir in die Folterkammer Satans. Da kommen wir erst wieder heraus, wenn der letzte Heller bezahlt wurde (siehe Mt 18,34).

 

Nicht jede Traurigkeit ist gleich eine Depression. Das möchte ich zunächst einmal vorweg schicken, da so viele Menschen gleich zum Arzt rennen, nur weil sie ein bisschen traurig sind. Wenn die Seele leidet über Wochen und Monate hinweg und du nichts tun kannst dagegen, dann kann man von einer Depression sprechen.

 

Frage dich: „Was ist die Ursache für mein inneres Leiden?“ Zunächst einmal möchte ich beim Natürlichen beginnen. Viele ernähren sich falsch. Andere isolieren sich; sie gehen in keine Gruppe oder Gemeinde und haben nichts mehr mit anderen Menschen zu tun. Sie isolieren sich, ja. Wieder andere hadern mit Gott: „Gott, warum hast Du das zugelassen? Warum hast Du mir diesen Menschen über den Weg geschickt?“ Wieder andere fühlen sich so, als wären sie an einem falschen Platz: „Ich werde nicht gebraucht. Mich benötigt niemand.“ Wieder andere sind überarbeitet oder überfordert. Oder sie übertreiben irgendetwas, um irgendwem zu beweisen, was sie doch noch alles können und wie stark sie doch noch sind.

 

Höre meine Predigten! Ich möchte Menschen helfen. Ich habe den ganzen Monat Juni in meinen Predigten seelsorgerliche Themen behandelt (s. z. B. die Predigten: „Gott hinterlässt Zeichen“, „Herr, öffne mir die Augen“, „Gebetsleben“ vom 03., 05. und 06. Juni 2026).

 

Vielleicht zweifelst du an dir selbst – und Selbstzweifel ist ganz schlimm! „Ich bin nichts! Ich kann nichts! Ich werde nichts!“ Du zweifelst an etwas, weil du dich gerade in einem Tal befindest, weil du Tiefs durchmachst oder finanzielle, familiäre oder geistliche Sorgen hast. Du bist an dir selbst verzweifelt, weil es bei dir nicht vorwärtsgeht. Du befindest dich nach wie vor am Punkt Null.

 

Als Seelsorger kann ich hier eine ganze Palette von Möglichkeiten aufzählen, die dich traurig machen können. Du fühlst dich ohnmächtig und „lässt die Flügel hängen“. Woher diese Ohnmacht kommt, sei einmal dahingestellt. „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod“, heißt es einmal in der Bibel (s. Mt 26,38a).

 

Es gibt ein schönes Lied: Bist du vom Lebenskampf müde und matt, Sorge und Kummer geschlagen dich hat, gehe zu Jesus, denn Er dich versteht, ruhe zu Füßen bei Ihm im Gebet.“ Komm zu Jesus! Das ist die Botschaft, die ich dir heute verkündigen möchte. Wenn die Seele betrübt ist, wenn du hilflos bist, wenn du sehr viel Stress hast, wenn dir die Energie fehlt und du dich begrenzt fühlst, dann komme zu Jesus. Denn das ist der Weg, wie du gerettet werden kannst und wie dir geholfen werden kann.

 

Sei in der Realität und lebe in der Wirklichkeit. Bilde dir nichts ein und träume nicht so viel. Viele Träume sind in deinem Leben nicht wahr geworden; und vielen Träumen bist du gar nicht gewachsen. Akzeptiere deine natürlichen Grenzen. Du bist kein Roboter, der immer nur leistet, leistet und leistet. Wir alle sind Menschen aus Fleisch und Blut.

 

Sei ein Mensch und verhalte dich so. Bleibe natürlich. Lege Pausen ein. Vielleicht musst du einmal 24 Stunden durchschlafen. Versuche nicht, jemand zu sein, der du gar nicht bist – ein Heiliger. Sei ein Mensch und bleibe ein Mensch. Selbst wenn du Fehler machst, bleibe gelassen und getrost. Bleibe einfach und schlicht, denn du bist kein Millionär, der sich alles leisten kann. Vielleicht musst du Abstriche in deinem Leben machen.

 

Spring über deinen Schatten!“, was auch immer das heißt. Manche versuchen es, schaffen es aber nicht und brechen zusammen. Du musst niemandem etwas beweisen. Bruder und Schwester, es ist so wichtig, dass du ehrlich zu dir selbst bist.

 

Viele verzweifeln daran, dass sie Ungerechtigkeiten erleben und damit nicht zurechtkommen. Du siehst, dass die Umwelt zerstört wird und sich das Klima erwärmt, dass ungerechte Kriege geführt und Menschen vergewaltigt werden oder hungrig zu Bett gehen. Und weil du dagegen nichts tun kannst, bekommst du Depressionen.

 

Du bist nicht Mutter Teresa, Mutter Maria oder gar der Heiland selbst. Bleibe Du! Mache, was du kannst! Leuchte als ein Leuchtturm in deiner Umgebung! Dort leuchtest du am hellsten. Ärgere dich nicht. So viele Menschen tun das. Sie ärgern sich darüber, dass sie die Welt nicht verändern können. Die Obrigkeit glaubt nicht. Sie geben alles an die Ukraine, und die eigene Bevölkerung verhungert; deren Steuern werden erhöht.

 

Es gibt ein schönes Gebet, dass ich dir vorbeten möchte – nachbeten musst du es natürlich selbst: „Gott, gib mir den Mut, zu ändern, was ich ändern kann. Gib mir die Geduld, das hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, und gibt mir die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.“ Vieles kannst du nicht ändern. Wenn du merkst, dass du nichts ändern kannst, dann bleibe gelassen und bete: „Lieber Gott, Du weißt es. So ist es in meinem Leben.“ Erfahre den Frieden Gottes.

 

Von Angst wirst du erdrückt: „Bist du vom Lebenskampf müde und matt“ – ja, du bist erdrückt. Deine Umgebung ist so groß und stark, und die Gesellschaft ist so mächtig. Die Schulden sind vielleicht ganz hoch und du fragst dich: „Wer soll das bezahlen?“

 

Ein Soldat, der im Bataillon des russischen Zaren diente, nickte während seines Nachtdienstes in der Dienststelle ein. Der Zar Nikolaus kam zufällig vorbei und schrieb auf den Zettel, der neben diesem Soldaten lag – als Antwort auf die Frage, wer denn seine hohen Schulden bezahlen solle –, seinen Namen: der Nikolaus. Am nächsten Morgen fragten die Offiziere, wer einen Zettel mit der Unterschrift Nikolaus besitzen würde. Daraufhin meldete sich dieser Soldat, der die ganze Zeit darüber nachgesonnen und daran gezweifelt hatte. Der Zar sagte: „Ja, ganz recht. Ich werde deine Schulden bezahlen.“ Der Nikolaus wird dir deine Schulden bezahlen! Mach dir nicht so viele Gedanken.

 

Laufe nicht vor deinen Problemen weg, sondern gehe auf sie zu. Auch das muss gesagt werden. Vielleicht bist du enttäuscht, vom Lebenskampf müde und matt, weil niemand da ist, weil dich niemand versteht und sich niemand um dich kümmert. Du erleidest vielleicht Unrecht und Ungerechtigkeit. Oder du wirst von deinem Partner nicht befriedigt – du wirst vernachlässigt, übergangen oder einfach stehengelassen.

 

Vielleicht hast du sogar Gott verloren in deinem Leben. Du hast ein falsches Gottesbild oder wurdest falsch von Gott gelehrt. „Gott löst die Probleme der anderen, aber nicht meine!“ Dann bist du darüber traurig, dass dein Glaube nicht funktioniert. Viele haben Zugriff auf eine verkehrte Bibelauslegung. Du bist in einer geistlosen Gemeinde, in der man nicht an Zeichen und Wunder glaubt oder in der man sagt, dass die Zeit der Zeichen und Wunder längst vorbei ist und diese nur für die Apostel galten.

 

Wieder andere Gemeinden glauben nicht an den Heiligen Geist. Du hast schon so viel Ablehnung in deinem Leben erlebt, bist aber voller Tatendrang und möchtest etwas für den lieben Gott tun. Aber du kannst deine Gaben nicht richtig entfalten. Du wurdest verletzt. „Bist du vom Lebenskampf müde und matt“ usw.

 

Deine Betrübtheit kann viele Gründe haben. Seelische Erkrankungen: Es steht geschrieben: Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht (3 Joh Vers 2). Dir geht es so, wie es deiner Seele geht. Geht es deiner Seele gut, geht es dir auch gut. Geht es deiner Seele schlecht, geht es dir auch schlecht. Es kann viele Ursachen haben, und diese befinden sich nicht irgendwo an der Oberfläche.

 

Unsere materialistische Gesellschaft ist so ausgelaugt! Immer nur geben, geben, geben. Aber wir müssen auch einmal etwas zurückbekommen. In einer Zeit, wo man so schnell lebt, wird man ganz schnell verlebt. In der Bibel klagt jemand am Teich Betesda, wie nachfolgend geschrieben steht: Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin (Joh 5,7-9a).

 

Du bist vielleicht einsam inmitten von Jubel und Trubel der Gesellschaft. Deine Seele kann nicht mehr. Du bist überfordert. Bruder, Schwester, höre mir zu: Wenn du nicht zu Jesus gehst, dann geh zum Psychiater. Das ist auch ein Weg. Ein Bruder kann dir vielleicht helfen und dich ermutigen. Er kann für dich beten, dir auf die Schulter klopfen und sagen: „Bruder, nimm das nicht so ernst.“ Lass dir helfen. Der Arzt kann dir helfen, aber du musst dir auch helfen lassen, wenn nicht von einem Geistlichen, dann von einem Psychiater – einem Experten. Tue, was dir gesagt wird. Höre auf die innere Stimme. Das ist so wichtig! Die Mutter Maria sagte: „Was Er euch sagt, das tut.“ (Siehe Joh 2,5b). Sei marianisch!

 

Vielleicht bist du ausgebrannt. Du hast viel zu viel Stress. Du bist überfordert mit der Technik. Du kommst überhaupt nicht mehr mit. Das Wissen nimmt immer mehr zu; alle paar Jahre verdoppelt es sich. Du musst Schritt halten, damit du nicht unter die Räder kommst. Telefonbücher gibt es nicht mehr und nun musst du lernen, mit dem Smartphone umzugehen. Wie funktioniert dieses und jenes? Man muss kürzer treten und sich damit abfinden oder sich von den Kindern oder Enkelkindern helfen lassen.

 

Nimm deine Situation so an, wie sie ist. Tue, was du kannst, und das andere überlass den anderen. Vielleicht solltest du ein Bauer werden, in die Landwirtschaft gehen und mit den Händen im Boden arbeiten, um der Dauerbelastung zu entgehen. Ja, vielleicht. Oder komm in die Gemeinde und höre meine Predigten. Jeden Tag eine Predigt – das würde dir helfen, glaube mir das. Vielleicht solltest du Beten und Fasten, um die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen.

 

Als meine Frau Arthrose hatte und sie den Arzt aufsuchte, weil es so schlimm war, sagte er ihr: „Frau Matutis, Sie müssen bald operiert werden.“ Da bekamen wir Angst, weil sie nicht operiert werden wollte. Während wir unsere Andacht abhielten, beteten wir, und ich las die Bibelstelle, die nachfolgend geschrieben steht: Und er sprach: Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten (Mk 9,29 LUT 1912). Dann besprachen wir uns und einigten uns darauf, unsere Ernährung umzustellen. Das taten wir dann auch. Als wir dann nach sieben bis acht Wochen wieder den Arzt aufsuchten und dieser sich nach ihrem Wohlsein erkundigte, teilte sie ihm mit, dass sie keine Arthrose mehr habe. Der Arzt fragte erstaunt nach: „Was haben Sie denn gemacht?“ Woraufhin wir ihm mitteilten, dass wir unsere Ernährung umgestellt hätten. Er erwiderte: „Frau Matutis, das hätte ich ihnen auch sagen können, aber die meisten tun das nicht.“

 

Ja, die meisten tun nicht, was ihnen der Arzt sagt. Lieber wechseln sie den Arzt. Wieder andere glauben dem Seelsorger nicht.

 

Ich möchte keinen einzigen Tag in einer toten Gemeinde verweilen, da wo keine Wunder und Zeichen geschehen. Das wäre für mich Selbstmord. Es ist so wichtig, dass wir etwas für unsere Seele tun! Was tust du für deine Seele? Viele werden betrübt und traurig. Sie sind leer und ausgebrannt, sobald sie in die Rente kommen, weil sie kein Hobby haben. Lege dir noch in jungen Jahren oder spätestens im middle age ein Hobby zu!

 

Du bist vielleicht traurig. Ich war auch einmal traurig. Jemand hatte mich verletzt. Diese Person war aus Ostberlin. Sie warf mir negative Worte an den Kopf. Ich betete: „Lieber Gott, sieh nur, ich bemühe mich um diesen Menschen“ usw. Ich kam mir vor wie Lazarus. Hunde leckten seine Wunden (s. Lk 16,21b).

 

Wenn du traurig und betrübt bist, dann unternimm etwas! Ich nahm mir einen Stapel Traktate und verteilte sie in der Roedernallee. Während ich diese Traktate verteilte, begegnete mir eine Frau mit einem großen Hund; ein schwarzer, schöner Köter. Er sprang mich an und leckte meine Hände. Die Hundebesitzerin sagte: „Entschuldigung! Das hat mein Hund noch nie getan!“ Ich sagte: „Sie müssen sich nicht entschuldigen“, da ich wusste, was das zu bedeuten hatte! Hunde leckten die Wunden des Lazarus! Die Hunde spüren etwas, was der Mensch nicht spürt. Sofort hörte ich auf, Traktate zu verteilen, denn ich wusste, dass Gott mich erhört hatte. Ja, Gott sah mich, und das erquickte meine Seele.

 

Jesus sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen. Dann werdet ihr von mir berichten – in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samarien, ja bis an die Enden der Erde (Apg 1,8 NLB).

 

Wir müssen in dieser Welt überdurchschnittliche Leistungen vollbringen. Ansonsten trauert unsere Seele; sie ist dann traurig und betrübt. Bevor die Soldaten in den Krieg ziehen, müssen sie gut essen. Sie müssen stark, gerüstet und gut motiviert sein. „Fülle mein Herz mit Dir“, dieses Lied hörten wir soeben. Viele verspüren Hilflosigkeit. Das ist es, was sie traurig und betrübt macht.

 

Was braucht die Seele? Sie braucht Heilung, sie braucht gute, gesunde und starke Speise. Sie braucht Vitamine. Jesus trieb einmal Dämonen aus. Danach sagte Er: „Geh heim zu deinen Lieben.“ (Siehe Lk 8,38f.) Immer, wenn Er Menschen befreite, sprach Er: „Geh heim.“

 

So viele Menschen sind entwurzelt. Sie haben keinen Bezug mehr zur Familie und zum Leben. Ja, sie sind entwurzelt. Sie sind extrem gelagert; sie pendeln von einem Extrem zu einem anderen. Geh heim zu deinen Lieben, zu deinen Angehörigen, zu deiner Familie, und lebe mit ihnen. Jesus will, dass du wieder ganz normal wirst.

 

Lebe dein Leben so, wie es Jesus lebte. Er war achtzehn Jahre zu Hause bei Seinen Eltern in Nazareth und arbeitete mit Seinem Vater in der Werkstatt. Arbeite an deinen Lieben! Arbeite an deiner Familie! Arbeite an deinen Angehörigen! Sei still. Tue etwas für sie, aber versuche nicht, sie zu bekehren.

 

So viele Christen versuchen frömmer als der liebe Gott zu sein. Gott lässt manches einfach so laufen. Versuche nicht, deine Angehörigen zu bekehren oder zu verändern. Befürchte nicht, dass sie in die Hölle kommen. Unser Bruder Gottfried starb und seine Frau sagte: „Ich bin so froh! Mein Mann versuchte, mich zu bekehren und in den Himmel zu bringen. Er kann mich nicht in den Himmel bringen, denn ich muss mich selber bekehren.“ Doch er betete: „Lieber Gott, bringe meine Frau in den Himmel! Sie möchte es selbst ja auch.“ Jeder, der stirbt, gelangt in Gottes Gegenwart, in den Himmel, denn die Hölle ist nur für den Teufel und seine Engel gemacht.

 

Verstehe die Bibel richtig, sonst geht es dir so, dass du deine Angehörigen vor den Kopf stößt. Jesus erlöste uns. Er erlöste unsere Seelen. Du musst dich verändern, gleich Gottfrieds Frau, die sagte: „Ich muss mich bekehren. Ich muss mich verändern. Ich will in den Himmel kommen, und er muss nicht für mich sorgen.“ So viele Menschen sorgen sich um ihre Lieben. Das ist umsonst! Du solltest dich lieber um deine eigene Seele sorgen, denn wenn du das nicht tust, bekommst du Depressionen. Das ist meine lehrreiche Erfahrung aus achtundfünfzig Jahren Seelsorge.

 

Du musst wieder auf den Weg kommen und deine Gefühle in Ordnung bringen. Du musst wieder mit Gott in Ordnung kommen. Du musst diese Befreiung von Ängsten erfahren: „Meine Lieben gehen verloren!“ Das ist eine Lüge Satans! Jesus starb für uns auf Golgatha! Warum? Lies, was nachfolgend geschrieben steht: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Joh 3,16).

 

Lass dich nicht vom Teufel in die Hölle jagen. Lass dich erlösen von dieser negativen Art und Weise, zu denken. Meine Bibel sagt, dass du und dein ganzes Haus gerettet werden (s. Apg 16,31). Wenn du richtig mit Gott stehst, richtig lebst und richtig mit Ihm wandelst, wirst du und dein ganzes Haus gerettet. Das ist die Verheißung der Bibel. Halte dich an die Bibel und lebe richtig.

 

Die moderne Evangelisationsbewegung, die aus Amerika nach Deutschland kam, lehrte: „Du musst die Seelen retten.“ Du kannst keine einzige Seele retten. Das ist Gottes Angelegenheit. Alles andere ist Unfug. Ja, in aller Liebe. Je mehr du versuchst, andere Seelen zu retten, in desto mehr Depressionen versinkst du. Du kannst die Seelen nicht retten. Gott zeigt dir: „Das ist unmöglich!“ „Niemand kommt zum Vater“, spricht Jesus, „es sei denn, dass ich ihn ziehe.“ (Siehe Joh 14,6b)

 

Pfusche Gott nicht ins Handwerk. Überlass es Ihm. Er wird die Seelen retten, jede auf seine Art und Weise. Er weiß, wie Er sie retten kann. Bete lieber für die Menschen. Bedränge sie nicht. Du kannst sie nicht in den Himmel zwingen. Und jeder Tag hat seine eigene Plage (s. Mt 6,34). Sei nicht frömmer als der liebe Gott, und nimm Ihm nicht das Handwerk aus Seiner Hand.

 

Sorge für deine Seele, für deine Lebensqualität und dafür, dass es dir gut geht. Sorge dafür, dass du das kannst, was Gott von dir will. Es ist so wichtig, dass du funktionierst, dass du Oberwasser hast, dass du gerettet wirst, dass du nicht verzweifelt bist. Gott möchte, dass du fröhlich deine Straße ziehst (s. Apg 8,39b MENG) und dass du dich nicht grämst. Du kannst für andere nichts tun. Das ist das Werk Gottes. Und Jesus hat schon alles für uns alle getan (s. Joh 19,30). Jesus hat geblutet, ja.

 

Deine Seele ist vielleicht betrübt, weil du nicht den Sinn erfasst hast oder ihn nicht findest. Du wurdest vielleicht durch falsche Verkündigungen verführt. Das sage ich freiweg! Ja, falsche Verkündigungen: Seelenrettung! Du kannst keine einzige Seele retten. Wenn der Mensch stirbt, geht er automatisch zu Gott. Komm wieder auf den richtigen Weg!

 

Jesus sprach zu Seinen Jüngern: „Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren.“ (Siehe Lk 8,22b) Dort war ein Mensch – der Gerasener – an eiserne Ketten gebunden (s. Lk 8,29b), weil er besessen war. Er hatte viele Dämonen in sich. Die Frage ist: „Was war los mit ihm?“ Jesus befreite ihn. Er sagte zu ihm: „Du bist ein Schweinebauer, also bleib auch ein Schweinebauer.“ Das ist kein Problem, denn auch die Schweine sind von Gott; Er liebt die Schweine.

 

Du kannst mit den Schweinen machen, was du willst! „Ach ja, kann ich das?“ Ja, das sind deine Schweine. Du kannst mit dem Fernseher machen, was du willst, und du kannst mit diesen und jenen Dingen des Lebens machen, was du willst. Es ist in deine Hand gegeben. Grüble nicht so viel.

 

Lass dich von den Frommen nicht beeindrucken: „Du musst Seelen retten!“ Hör doch auf damit! Es ist nicht deine Angelegenheit, sondern die Gottes. Es ist Gottes Werk. Du bekommst chronischen Stress, innere Verstimmung, und du kannst nachts nicht mehr schlafen, gleich diesem Gottfried: „Ich muss meine Frau in den Himmel bringen! Ich muss etwas tun!“ Du kannst es nicht! Jesus tat schon alles, damit deine Frau in den Himmel kommt.

 

Gott hat auch deine Seele errettet. Du kannst nur für deine Seele etwas tun. So viel es an dir liegt (s. Röm 12,18a) – tue etwas für deine Seele. Und wenn du nicht mehr weiterweißt, kannst du beten. Ja, beginne zu beten. Manchmal lässt es der liebe Gott zu, dass du nichts mehr kannst. Gott sagt dann: „Überlasse es mir. Ich führe diese Sache weiter aus.“

 

Teile deine Sorgen Jesus mit (s. 1 Petr 5,7a). Er ist der erfahrene Seelsorger (s. 1 Petr 5,7b). Wenn du richtig betest und richtig mit Gott lebst, brauchst du keinen Seelsorger mehr. Dann bist du ausbalanciert und ausgeglichen. Du betreibst Seelenhygiene. Du strukturierst dein Leben und bist nicht extrem.

 

Geh in eine anständige Gemeinde. Gehe unter Menschen, ganz normal. Besuche irgendeinen Gottesdienst. Alle predigen aus der Bibel. Manche übertreiben, manche nicht. Geh deinen Weg und lies und studiere selbst die Bibel. Je mehr du die Bibel kennst, desto ausgeglichener bist du und desto mehr Seelsorge bewirkt der Heilige Geist an dir.

 

Erfahre und ernähre dich richtig. Sei ausbalanciert. Sprich deine Sorgen aus. Sprich mit irgendjemandem. Habe einen Menschen, mit dem du sprechen kannst.

 

Heute möchte ich den Simson betrachten. Der war ein Herkules; ein halber Riese. Er nahm die Tore von Hebron auf seine Schulter und trug sie zwanzig Kilometer weiter (s. Ri 16,3b). Die Leute mussten Ochsenkarren benützen, um diese Tore wieder zurückzubringen. Er war ein Kraftmensch. Er sollte der Retter Israels werden. Er war so ein Herkules; er hatte dieselbe Kraft wie er. Er sollte Israel von den Philistern erlösen. Er kämpfte gegen die Philister – gegen die Sünden der Seele – und dachte, dass Rache der Weg sei.

 

Viele versuchen, sich zu rächen; zu beweisen, dass es nicht so ist. Dadurch kommen sie auf die schiefe Bahn. Es gibt Menschen, die das durch alles Mögliche probieren. Simson probierte es mit Sex. Zuerst ging er zu einer Prostituierten (s. Ri 16,1), später zu Delila (s. Ri 16,4). Seele und Sex liegen so eng beieinander und sind so eng miteinander verbunden.

 

Ich soll meine Brüder stärken, auch auf sexuellem Gebiet. Ich soll sie ermutigen. Die meisten seelischen Nöte kommen, weil es mit dem Sex in der Ehe nicht mehr klappt. Die oder der andere ist besser. Gott setzte den Menschen in den Garten Eden (s. 1 Mose 2,8). Die Eva als die Gehilfin, und den Adam als den Gehilfen (s. 1 Mose 2,20b-22). Gott schuf den Menschen für Beziehungen (s. 1 Mose 2,24). Der Mensch wird krank, wenn die Beziehungen nicht mehr stimmen. Zweifel an sich selbst. Er wird nicht mehr gelobt. Er verachtet sich selbst und bekommt mit sich selbst Probleme. Er kriegt sein Leben nicht mehr in den Griff.

 

Sex löst viele seelische Nöte und Konflikte. Und ich sage euch nicht zu viel, denn das weiß ich aus achtundfünfzig Jahren seelsorgerlicher Erfahrung – dem Dienst am Menschen. Es ist so wichtig, wenn man sich verheiratet, dass man sich versteht, einander trägt und füreinander da ist. Man soll sich nur für das Beten und Fasten vom Sex enthalten, so steht es in meiner Bibel (s. 1 Kor 7,5a).

 

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er funktioniert nur, wenn das Innenleben stimmt, wenn die Partnerschaft stimmt und die beiden gut aufeinander abgestimmt sind. Dann ist Harmonie da, also, wenn du jemandem deine Sorgen anvertrauen kannst, wenn du dich bei deinem Mann ausweinen kannst, oder umgekehrt, dein Mann sich bei dir ausweinen kann. Dann kannst du sagen: „Du, ich schaffe das nicht mehr. Hilf mir! Steh mir bei!“

 

So viele Menschen leiden unter Leistungsdruck oder unter Versagungsängsten. Sie möchten sich jemandem mitteilen: „Ich habe keinen Menschen“ usw. Es ist so wichtig, dass du Gott und irgendeinen lieben Menschen an deiner Seite hast.

 

Simson versuchte, sein Problem auf seine Art, sexuell mit Prostituierten, mit Pornographie u. v. a. m., zu lösen. Sex ist der Gegenpol zum Glauben und zu der Beziehung zu Gott. Er gab den Menschen Sex. So viele Menschen glauben, dass Gott den Menschen nur bis zum Nabel geschaffen hat, und alles, was darunter ist, der Teufel schuf. Von wegen! Das sind törichte Gedanken von irgendwelchen Pietisten oder von sonst irgendjemandem.

 

Gott gab Sex zur Bewältigung unserer Probleme. Und du brauchst eine Bewältigungsstrategie. Sex ist ein Geschenk Gottes. Es ist ein natürliches Zeichen der Verbundenheit: „Mein Mann betet für mich!“ „Meine Frau betet für mich!“ Für mich war es eine große Hilfe, zu wissen, dass meine Frau zu Hause für mich betete als ich vier Wochen in Indien war, und auch, dass ich mich auf sie verlassen konnte. Ein Zeichen der Liebe zwischen Mann und Frau, ist, dass man sich aufeinander verlassen kann: geistlich, leiblich und seelisch. Und ganz besonders seelisch. „Ich kann mich auf meinen Mann bzw. auf meine Frau verlassen!“

 

Simson wusste das alles, doch er suchte seine Befriedigung an der falschen Adresse. Er ging zu der Prostituierten und zu der Delila. Wenn der Sex nicht mehr stimmt, kommt Chaos, und alles gerät aus dem Ruder. Dann wird Sex zur Sucht. Und bei vielen Leuten wurde Sex zur Sucht.

 

Sex falsch angesetzt, verschlimmert alles, vergrößert die Angst, den Stress und die Depressionen. Alles wird nur noch größer. Gott schuf die Eva. Wenn Adam Probleme hatte, sollte er zu seiner Eva gehen. Wenn es mit der Eva nicht möglich war, sollte er es abends mit Gott besprechen. Aber Nein, er nahm das alles in seine Hand.

 

Die Partnerschaft, die Gott uns Menschen gab, dient der Lebensbewältigung; es sind Lebensbewältigungsstrategien. Hier solltest du spüren: „Gott liebt mich! Er schenkte mir einen Partner!, einen Mann bzw. eine Frau; etwas gegen meine Einsamkeit, damit ich meinen Stress überwinde!“ Gott ist da! Meine Seele kann nach Ihm rufen: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir.“ (Siehe Ps 42,2) Ja, die Seele kann nach dem lebendigen Gott rufen.

 

Viele Menschen setzen das alles falsch an und gebrauchen das falsch. Wenn das Sexleben nicht stimmt, ist so vieles krank bei den meisten Menschen. Wie oft stelle ich im Zuge der Seelsorge die Frage: „Wie ist euer Sexleben? Hast du eine anständige Beziehung mit deinem Mann oder mit deiner Frau?“ Manche fressen es in sich hinein, sagen es niemandem und versuchen es zu unterdrücken. Dann vergreifen sie sich an kleinen Kindern und werden pervers.

 

So viele Menschen, die den Sex nicht unter Kontrolle bekommen, fühlen sich entmutigt. Sie stochern in kalter Asche, um noch etwas Gutes zu finden, etwas Glut vielleicht, um herauszufinden: „Ist noch etwas da, was mich erwärmt?“ Man quält sich innerlich! Man hat schlaflose Nächte und fragt sich immer wieder: „Wie lange noch, Herr? Ich schreie zu Dir Tag und Nacht und bitte Dich um Hilfe, aber du hörst mich nicht.“ (Siehe Hab 1,2 SLT) Daher kommen die meisten Traurigkeiten. „Heilung für betrübte Seelen“ – das ist mein Thema.

 

Bist du vom Lebenskampf müde und matt“ – so komm zu Jesus! Versuche das zunächst einmal! Denn das kannst du, auch wenn du gerade keinen Partner hast und niemand bei dir ist. Du erlebst geistliche Krisen oder Depressionen, fühlst dich womöglich von Gott im Stich gelassen, bist schlapp und kraftlos. Dir fehlt etwas. Weißt du, was dir fehlt? Dir fehlt ein Mensch. Dir fehlt der Heilige Geist. Dir fehlt der lebendige Gott. Und Satan nützt diese Leere aus!

 

Immer dann, wenn der Mensch leer ist, versucht ihn Satan, so wie es bei Jesus war: Hier sind Steine – mach sie zu Brot (s. Mt 4,3). Gehe zu dieser Frau oder zu jenem Mann. Der Feind ist gleich da und will dich, gleich Petrus, sieben (s. Lk 22,31b). Satan begehrt euer (s. Lk 22,31a). So viele fallen und gehen dem Teufel auf den Leim. Verstehe die Strategie des Teufels. Er will dich überlisten (s. 2 Kor 2,11a).

 

Kenne die List Satans und seine Lügen (s. Joh 10,10a). Gott gab dir einen Partner, egal woher er kommt, wie er heißt, welcher Abstammung er ist, welche Rasse er hat – er gab ihn dir. Und nun sollt ihr beiden zusammen durchs Leben gehen und Höhen und Tiefen teilen.

 

In den achtundfünfzig Jahren durfte ich so viele Pärchen trauen, und immer wieder fragte ich: „Bist du bereit, mit deinem Partner in Höhen und Tiefen, in Leid und Freud, in Gesundheit und in der Kraft Gottes zu gehen?“ Also nicht nur dann, wenn der Partner noch gesund, schön, jung und kräftig ist und du auf ihn aufschauen kannst. Nein, auch dann, wenn du auf ihn hinabschauen musst, er ein Pflegefall ist und vieles andere mehr. Denn auch dann ist es dein Partner, und man braucht einander mehr als du denkst.

 

Betrübte Seele! Ich will dir helfen, die satanischen Foltern zu verlassen. Ja, ich will dir helfen! Du kannst nur loskommen und befreit werden, wenn du das verstehst. Der besessene Mann im Land der Gadarener verstand es: „Auch die Schweine schuf Gott. Auch die Schweine gehören mir. Das ist mein Geschäft! Davon lebe ich! Und ich kann mit meinen Schweinen machen, was ich will.“ (Siehe Lk 8,32b) Dieser Mann dachte bei sich: „Ich bin jetzt befreit. Ich kann auch ein anderes Geschäft betreiben. Ich kann Schafe oder Ziegen ziehen, oder dieses und jenes tun. Ich kann auch arbeiten, denn ich habe zwei gesunde Hände. Ich muss nicht mehr in eiserne Ketten gelegt sein.“ Seine Angehörigen vollzogen das an ihm. Doch er zerriss sie (s. Lk 8,29c). Nichts konnte ihn halten, weil er falsch gelehrt wurde.

 

Du kannst die Taktik Satans nur überwinden, wenn du verstehst. Mit dem Verstehen fängt alles an. Lies den Psalm 42. Fürchte den Herrn! Und du fürchtest den Herrn, damit du keine Fehler machst. Du versuchst dich selbst, quälst und marterst dich, weil du rein und heilig leben willst. Ja, du versuchst alles Mögliche. Es steht geschrieben: Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue? (Ps 42,3)

 

Der einzige Weg, wie du zu Gott kommst, ist, dass du stirbst; ja dass du krepierst. Das ist ein deutsches Wort, nüchtern und sachlich. Der Tod ist menschlich. Aber du willst noch nicht sterben. Deshalb gebrauche dein Leben und tue das Richtige. Mache es nicht wie Simson und gehe zu den verkehrten Leuten oder in die verkehrte Richtung. Gehe den Weg Gottes, so wie Er es dir gezeigt hat. Verstehe, wo das Problem liegt.

 

Der Weg Gottes verläuft immer über den Nächsten. Es steht geschrieben: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten (Mt 7,12). Über deinen Nächsten geht dein Weg. Wenn du deinen Nächsten so liebst wie dich selbst, wirst du selbst geliebt. Da fragst du dich nicht mehr: „Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?“ (Siehe Ps 42,3b) Denn du wirst die Offenbarung Gottes über deinen Nächsten erleben.

 

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (s. Mt 22,39). Diene deinem Nächsten wie dir selbst. Arbeite für deinen Nächsten. Tue das, und du wirst Gedanken der Freude, des Mutes und der Zuversicht bekommen. Der Heilige Geist wird in dein Leben kommen und dein ganzes Leben erfüllen.

 

Viele kommen in die Folterkammer Satans. Sie sind nicht aus Gott. Sie werden gequält Tag und Nacht, weil sie den Lügen geglaubt haben: „Das ist Sünde, mein Bruder, meine Schwester!“ Die Juden machten dem Mann in Gadara die Hölle heiß. Dann kam Jesus und befreite ihn. „Komm, lass es!“ Lass die Juden reden, was sie wollen. Ihr Gesetz ist sowieso nicht von Gott, denn das gaben die Engel (s. Gal 3,19b; Apg 7,53; Hebr 2,2), und nur die Engel können das Gesetz erfüllen und halten. Und du bist noch lange kein Engel.

 

Höre auf Gott: „Und ich werde dich nicht im Stich lassen. Er sagt: „Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“ (Siehe Hebr 13,5b) „Ich bin alle Tage bei dir“ (s. Mt 28,20b), auch an dunklen Tagen; im Tal des Todes usw.“

 

Gott schenkte dir die Eva bzw. den Adam. Das ist ein Ehebund. Und die zwei sollen jetzt miteinander durch dick und dünn gehen. Die zwei sollen miteinander arbeiten. Wenn der eine fällt, richtet ihn der andere wieder auf. Das nächste Mal ist es umgekehrt (s. Pred 4,12). Wir sind füreinander da, und nur die Menschen, die einander nicht mehr akzeptieren, einander nicht mehr annehmen und die sich isolieren, verstehen das nicht.

 

Es steht geschrieben: Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht (Ps 42,6). Ja, harre auf Gott! Das ist das dritte Problem. Beginne, auf Gott zu harren: „Gott, ich habe Dich noch, auch wenn mich alle verlassen – der Adam bzw. die Eva –, Du bleibst bei mir.“

 

Gräme dich nicht! Lass die dunklen Gedanken nicht in dir aufkommen. Wachse über deine Gedanken hinaus. Frage: „Warum bist du so betrübt, meine Seele?“ Frage: „Was ist die Ursache?“ „Wo bin ich schuldig geworden?“ „Warum bin ich so aufgewühlt und aufgeregt, wenn Stürme kommen?“

 

Simson war stark betrübt. Er ging zu einer Hure. Bei seiner Geburt, kam das Wort des Herrn: „Er wird ein Nasiräer sein. Du bekommst einen Sohn (s. Ri 13,3.5a), und er wird dich von den Philistern retten.“ (Siehe Ri 13,5b) Simson war ein Gottgeweihter. Und alles, was Gott geweiht ist, gehört Gott, und das darf Satan nicht antasten (s. Ps 105,15). Aber er tut es, wenn du nichts tust. Er provoziert den Angriff der Philister.

 

Delila sollte das Geheimnis seiner Kraft erforschen. Wie kommt es, dass er so stark wie ein Herkules ist und alle Fesseln losreißen kann? Die Philister boten ihr alles auf (s. Ri 16,5.18b). Sie sollte es erraten. Er spielte mit der Delila (s. Ri 16,6-16). Spiele nicht mit ungläubigen Menschen! Ungläubige Menschen werden dir nicht helfen können, so wahr ich Johannes Matutis heiße. Gehe zu gläubigen Menschen, die wirklich und echt an Jesus Christus glauben.

 

Diese „Delila“ wird dich verraten. Das ist ein Zeichen, dass Gott dich warnt. Alles in der Bibel ist festgeschrieben zur Warnung, zur Orientierung und zur Hilfe. Die Delila wird dich verraten und verkaufen. Sie wird dich nicht schätzen. Dann wirst du ein Gefangener der Philister werden. Delila verrät den Simson für Geld. Dann werden ihm die Augen ausgestochen und er muss die Tretmühle der Philister treten (s. Ri 16,21).

 

Doch dann wuchs sein Haar wieder! Es sollte ja kein Schermesser sein Haar berühren (s. Ri 13,5a). Doch die Haarlocke wuchs wieder (s. Ri 16,22) und er spürte, dass seine Kraft – die Kraft Gottes – zurückgekehrt war. Und er fragte den Jungen, der ihn begleitete, wo die Säulen des Tempels stehen würden (s. Ri 16,26). Und er riss die Säulen des Dagon-Tempels an sich heran und riss dreitausend Philister mit in den Tod. Das waren mehr als alle Philister, die er in seinem ganzen Leben getötet hatte (s. Ri 16,29f.). Dafür war er geboren (s. Ri 13,5b, 16,31b). Doch das sollte er richtig tun. Er sollte sich auf die Kraft Gottes verlassen und nicht etwa in eigener Regie etwas tun.

 

Er sollte die richtigen Waffen gebrauchen. „Fülle mein Herz mit Dir, o Gott“, ja! Er lag am Boden und betete: „Du hast die Hand deines Knechtes erhoben, o Gott. Und mir ist sehr durstig, ich verdurste, ich kann nicht mehr!“ (Siehe Ri 15,18) Das betete er nur einmal und Gott spaltete für ihn inmitten der Einöde einen Felsriss, sodass er Wasser bekam (s. Ri 15,19a). Diesen Brunnen nannte er „Brunnen des Anrufers“. (Siehe Ri 15,19c LUT 1912) Rufe zum Herrn! Das erlebst du schon vorher! Das ist die vorausgehende Gnade Gottes. Du erfuhrst, wie Gott dir half in dieser oder jener Kleinigkeit. Rufe zum Herrn!

 

Ja, rufe zum Herrn und du wirst einen Brunnen finden, und es wird Wasser geben. Und dieser Brunnen existiert heute noch! Simson war ein von Gott geschenkter Richter (s. Ri 16,31b). Er war ein Held Gottes. Gott hatte ihn gebraucht für Seinen Dienst, um das Volk Israel von den Philistern zu befreien. Ja, er war ein Richter. Lies einmal in der Bibel das Richterbuch (s. Ri Kap. 13 - 16).

 

Sein Dienst war der Kampf gegen die Philister. Auch wir haben den Kampf der Seele. „Bist du vom Lebenskampf müde und matt?“ Bist du betrübt? Dann rufe zum Herrn! Das Volk Gottes stand unter Druck. Die vielen Möglichkeiten, wie man unter Druck geraten kann, habe ich euch bereits gesagt. Es sind Konflikte, die uns prägen und ausmachen.

 

Sein Leben war bestimmt von drei Leidenschaften. Und alles hatte mit Sex zu tun: Zunächst einmal nahm er sich ein Mädchen aus dem Stamm der Philister (s. Ri 14,1f.). Das war den Eltern zuwider (s. Ri 14,3a). Aber er hörte nicht auf seine Eltern, sondern er ging seinen Weg (s. Ri 14,3b). Immer dann, wenn du Vater und Mutter nicht ehrst, geht es dir schlecht und du wirst angefochten (s. 2 Mose 20,12; Eph 6,2f.).

 

Er ging zu einer Prostituierten in Gaza, in die Stätte der Philister. Und schließlich ließ er sich auf eine fatale Lebensaffäre mit Delila ein, die ihn verführte und ihm seine ganze Kraft raubte. Es gibt Leute, die dir Kraft geben, und Leute, die dir die Kraft nehmen. Und finde heraus, wie es sich mit deinem Partner verhält: „Gibt er mir Kraft oder nimmt er mir die Kraft? Bringt er mich nach oben oder zieht er mich nach unten?“

 

Prüfe deine Situation. Unsere Schwäche ist oft das andere Geschlecht. Schließlich sagte er der Delila, wo das Geheimnis seiner Kraft liegen und was ihn auszeichnen würde (s. Ri 16,17). Er erlebte die größte Niederlage seines Lebens: seine Augen wurden ausgestochen (s. Ri 16,21a). Er blickte nicht mehr durch. Und er musste die Tretmühle der Philister treten (s. Ri 16,21b). Sein Leben war aufgegeben und ausgelebt!

 

So viele Menschen sollten von Mutterleib an Gott geweiht sein. Dieser Simson war ein Nasiräer. Er verzichtete auf Alkohol und auf unreine Speisen. Er verunreinigte sich nicht mit Tod und beließ das Haar unbeschnitten. Er stand unter einem ganz besonderen Segen Gottes, und trotzdem spielte er mit der Sünde. Da halfen ihm seine ganzen Krafttaten und Aktionen auch nicht mehr weiter: „Ich bin stärker als die Philister!“ Du sollt Gott, deinen Herrn, nicht versuchen!

 

Der Geist Gottes ruhte auf ihm, ganz gewiss, ganz besonders in den ersten beiden kritischen Situationen. Dieser Simson war so ein Playboy – was sich mit diesem Epstein drüben in Amerika vergleichen lässt –, und er war ein Einzelkämpfer. Und doch war er ein Werkzeug Gottes. Er versagte, weil er zu weit ging. Wo ist deine Grenze? Wisse darüber Bescheid! Erkenne deine Grenzen und lebe darin.

 

Gott ist herrlich in den Grenzen Israels (s. Mal 1,5), da, wo deine Seele ist, in deinem Leib. Und dein Körper sollte ein Tempel des Heiligen Geistes sein (s. 1 Kor 6,19). Doch Simson spielte damit. Spiele nicht mit der Sünde! Das ist meine Botschaft auch heute hier an dieser Stelle. Die ganzen Depressionen, die ganze Traurigkeit, die ganze Betrübtheit, die ganze Müdigkeit und Schlappheit, kommen nur dadurch, dass man sich mit der Sünde abgibt. Die Sünde schwächt uns, aber der Geist Gottes stärkt uns (s. Neh 8,10c).

 

Simson wurde von den Philistern gedemütigt (s. Ri 16,19-25.27). Die Sünde demütigt dich. Doch als sein Haar wieder wuchs, zog er die Säulen des Dagon-Tempels zusammen und befreite Israel von den Philistern. Spiele nicht mit der Sünde! Spiele nicht mit dem Teufel, wie weit du gehen kannst. Der Teufel ist immer noch raffinierter und verlogener, als du denkst. Provoziere Satan nicht!

 

Sei Gott ergeben und lebe so. Bleibe bei den Anfängen, also bei dem, was du von Anfang an bist: Gott geweiht! Denn was einmal Gott geweiht wurde, bleibt Gott geweiht. Erst als die Haarlocke wieder wuchs in seinem Leben, und Gott wieder in sein Leben zurückkam, erlebte er auch wieder die alte Kraft, den alten Gott, sodass er Israel aus der Unterdrückung befreien konnte. Er gewann die alte Kraft zurück.

 

Du sollst die Kraft Gottes gewinnen und nicht nur nach außen hin stark und wie ein Herkules wirken. Du sollst nicht nur irgendwelche menschlichen Heldentaten vollbringen. Nein, du solltest die Kraft Gottes wieder in dir spüren und sagen: „Lieber Gott, die Kraft Gottes ist in mir. Schenke mir wieder diese Kraft und hilf mir, dass ich mein Leben beherrsche!“

 

Ich verkündige noch ein paar Gedanken darüber, wie du von deinem Selbstmitleid erlöst werden kannst: Löse dich von allem, was deine Seele beschwert, von jeglichen psychischen Belastungen, die du in deinem Leben hast. Schwinge dich auf und beschäftige dich mit dem Guten, mit der Gesundheit, mit dem Leben, mit dem Wort Gottes und mit der Ewigkeit!

 

Paul Gerhardt schrieb, unlängst von hier in der Müllerstraße, im Jahr 1653 ein schönes Lied, das wie folgt lautet:

 

Schwing dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele! Warum liegst du, Gott zum Spott, in der Schwermutshöhle? Merkst du nicht des Satans List? Er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den Jesus Christ dir erworben, dämpfen. Schüttle deinen Kopf und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden.

 

Wirfst du mir mein Sünden für? Wo hat Gott befohlen, dass mein Urteil über mir ich bei dir soll holen? Wer hat dir die Macht geschenkt, andre zu verdammen, der du selbst doch liegst versenkt
in der Höllen Flammen? Hab ich, was nicht recht, getan, ist mirs leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen. Das ist der bezahlte Lohn meiner Missetaten. Bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten.

 

Christi Unschuld ist mein Ruhm, Sein Recht meine Krone, Sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloss, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoss und Gewalt der Höllen. Stürme, Teufel, und du Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit Seiner Gnaden. Der Gott, der mir Seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, dass der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe.

 

Schreie, tolle Welt, es sei mir Gott nicht gewogen, es ist lauter Täuscherei und im Grund erlogen.
Wäre Gott mir gram und feind, würd Er Seine Gaben, die mein eigen worden seind, wohl behalten haben. Denn was ist im Himmelszelt, was im tiefen Meere, was ist Gutes in der Welt, das nicht mir gut wäre? Weme brennt das Sternenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben?

 

Weme wird das Erdreich nass von dem Tau und Regen? Weme grünet Laub und Gras? Weme füllt der Segen Berg und Tale, Feld und Wald? Wahrlich, mir zur Freude, dass ich meinen Aufenthalt hab und Leibesweide. Meine Seele lebt in mir durch die süßen Lehren, so die Christen mit Begier alle Tage hören. Gott eröffnet früh und spat meinen Geist und Sinnen, dass sie Seines Geistes Gnad in sich ziehen können.

 

Was sind der Propheten Wort und Apostel Schreiben als ein Licht am dunklen Ort, Fackeln, die vertreiben meines Herzens Finsternis und in Glaubenssachen das Gewissen fein gewiss und recht grundfest machen? Nun, auf diesen heilgen Grund bau ich mein Gemüte, sehe, wie der Höllenhund zwar dawider wüte; gleichwohl muss er lassen stehn, was Gott aufgerichtet, aber schändlich muss vergehn, was er selber dichtet.

 

Ich bin Gottes, Gott ist mein: Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, lass es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht Sein Joch, wenn es Gott will wenden. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten. Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn Er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen?

 

Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat vollkommne Lust dort in Christi Garten der wohl um sein Leid gewusst, endlich zu erwarten. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen, da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen.

 

Ei, so fass, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, lass des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr! Gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen. Amen.“ Werde Gott gehorsam, und du wirst merken, dass es funktionieren wird!

 

Simson dürstete! Er schrie zum Herrn und Er schenkte ihm Wasser. Später hatte er sogar Honig im Rachen des Löwen (s. Ri 14,8b). Du sollt Gott erleben, in kleinen Stücken. Und freue dich darüber, was du schon mit Gott erlebt hast! Simson erschlug tausend Philister mit einem Eselskinnbacken (s. Ri 15,15f.). Dadurch wurde er erschöpft und müde (s. Ri 15,18).

 

Wenn du für Gott arbeitest, wirst du erschöpft und müde. Manche überarbeiteten sich und es überfiel sie der Durst. „Herr, Du sahst meine Kraft. Ich bin erschöpft!“ Der Herr gibt dir frisches Wasser und du kannst wieder weitermachen. Rufe zum Herrn! Das ist mein Gebet zu dieser Stunde und in diesem Augenblick!

 

Bist du vom Lebenskampf müde und matt, Sorge und Kummer geschlagen dich hat, gehe zu Jesus, denn Er dich versteht, ruhe zu Füßen bei Ihm im Gebet. Ruhe zu Füßen bei Ihm im Gebet, dort kannst du rasten, sei's früh oder spät. Du findest Erquickung, Himmelsluft weht. Ruhe zu Füßen bei Ihm im Gebet. Bitte um Kraft für den Weg, der zu gehn, bitte um Gnade, den Tag zu bestehn. Kämpfe gerüstet, denn Er mit dir geht, Ruhe zu Füßen bei Ihm im Gebet. Jesus will Ruhe und Lebensbrot sein, Trink von der Quelle des Lebens so rein. Sünde, Verzweiflung, sie von dir dann geht, ruhst du zu Füßen bei Ihm im Gebet.“

 

Und ich kann es auch abrunden: „Bist du vom Lebenskampf müde und matt, wenn deine Seele Erquickung nicht hat, dann richte den Blick nur auf Jesus allein, denn Er will dein Tröster und Friedefürst sein.“ Das Kreuz von Golgatha soll unser Ruhepol sein! Simson bekam neue Kraft. Es ist ein köstlich Ding, von Gott neue Kraft zu bekommen! Es ist mehr als das Nachwachsen der Haarlocke! Rufe, ja schreie zum Herrn, und dann bete Ihn an!

 

Gebet: Und, lieber Gott, auch ich möchte jetzt in dieser Stunde zu Dir beten! Gott, unsere Seele ist vielleicht jetzt in diesem Augenblick betrübt. Wir sind traurig! Wir brauchen Trost! Wir brauchen Deine Hilfe! Lieber Gott, Du heilst die zerbrochenen Herzen und die verwundeten Seelen. Bei Dir bekommen die Müden neue Kraft. Du stärkst die Unvermögenden! Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind (s. Ps 34,19a).

 

Der Herr ist nahe! Lob und Dank! Und, lieber Gott, Du bist nahe meinen Geschwistern in diesem Augenblick! Ich danke Dir! Und wir hören das Lied: „Lobe den Herrn, meine Seele!“ Halleluja! Danke Gott für alles, was Er für dich getan hat! Danke Ihm dafür, dass Er dich erquickt und erfreut! Ja, der Herr möge deine Seele erfreuen! Halleluja! Preise den Herrn! Gott sei mit Dir, in Jesu Namen, Amen.