Freie Wahl – Predigt vom 25.04.2026
Dankeschön! Du musst wählen – wir haben freie Wahl –, das ist mein heutiges Thema. Wir müssen also wählen und eine Entscheidung treffen. In meinem Leben mit achtundsiebzig Jahren wählte ich schon alle möglichen Parteien. Mein Vater ging damals nicht zur Wahl in der Sowjetunion. Es kamen extra zwei Parteigenossen zu uns, um die Wahlzettel abzuholen, damit sie sagen konnten: „Wir hatten eine hundertprozentige Beteiligung.“
Wir alle – jeder Einzelne von uns – befinden uns im Tal der Entscheidungen. Wenn wir uns in einem solchen Tal befinden, sollen wir kein Zelt aufschlagen, um darin ewig zu wohnen. Und darüber möchte ich heute predigen.
Wir wurden geschaffen, um Gottes Werke hier auf dieser Erde fortzusetzen. Wir sind der verlängerte Arm des Herrn. Gott ist der Eigentümer dieser Welt. Sein ist Gold und Silber (siehe Hag 2,8). Der Mensch wurde als Verwalter und Haushalter Gottes geschaffen: „Macht euch die Erde untertan“, „füllt die Erde“ und dergleichen (s. 1 Mose 1,28). Der Mensch ist kein unabhängiger Besitzer! Er wurde von Gott als Sein Verwalter angestellt. Der Mensch gab den Tieren den Namen (s. 1 Mose 2,20a) usw. Der Mensch sollte die Schöpfung Gottes pflegen, sie nützen und kultivieren, sie bewahren, erhalten und daraus das Beste machen. Ja, das ist der Mensch.
Alle Gebote und Gesetze sind nur für dieses Leben. Sie gelten nicht im Jenseits, wenn du gestorben bist. Im Jenseits gelten ganz andere Gesetze. Wir sind nur für das Diesseits verantwortlich. Alles, was du hier tust, musst du dir erwählen. Wir haben die Gnade und die freie Wahl. Du wurdest geschaffen als das Ebenbild Gottes (s. 1 Mose 1,26a). Wir müssen Gott einmal Rechenschaft abgeben über das, was wir hatten. Wie gingst du mit deinen Pfunden um? Hast du gewuchert? (Siehe Lk 19,13)
Es steht geschrieben: Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen (Eph 2,10). Henoch lebte in dieser Welt und wandelte mit Gott. Und dann wurde er nicht mehr gefunden (s. 1 Mose 5,24). Und so auch wir: Wir leben in dieser Welt und plötzlich verliert sich unsere Spur. „Wo sind sie nur geblieben?“ Wir sind bei Gott! Bei Jesus! Doch was du hier getan hast – er zeugte Söhne und Töchter (s. 1 Mose 5,21-23) –, darauf kommt es an. Hier sind wir auf dieser Welt und wir müssen diese Welt gestalten. Wir sind für unser Leben verantwortlich und niemand anderes. Gott schuf zuvor alles. Der Mensch darf die Arbeit Gottes weiter tun. Er wurde von Gott beauftragt. Er ist Sein verlängerter Arm.
Und Gott kämpft um diesen Planeten Erde. Er ist der Herr dieser Welt. Satan riss sich diese Welt an sich, die der liebe Gott geschaffen hatte. Der Teufel war Luzifer. Gott schuf den Teufel nicht. Der Teufel war zunächst einmal ein Lichtengel; der helle Morgenstern. Und dadurch, dass er sich über Gott erhoben hatte, wurde er zum Teufel. Das nur, damit wir es richtig verstehen. Die Erde ist des Teufels Revier. Er ist der Herr dieser Erde, und er sprach zu Jesus: „Ich kann dir diese Reiche geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ (Siehe Mt 4,8f.) Jesus sprach: „Danke! Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Siehe Mt 4,10)
Jesus lebte ein anderes Leben, und du und ich, wir gehören zum Retter dieser Welt. Und wir sollen diese Welt erretten aus der Macht des Bösen. Wir sollen diese Welt dem Satan entreißen; sie ihm abnehmen. Deshalb bist du da, deshalb bin ich da, und deshalb gibt es die zehn Gebote bzw. die Gesetze Gottes (s. 2 Mose 20,1-17). Deine Erlösung findet erst dann statt, wenn du bei Jesus bist.
Manche Leute sagen: „Ich bin erlöst!“ Aber wovon? Dein Leben geht weiter, deine Krankheit geht weiter, deine Probleme gehen weiter, deine Sorgen und alles geht weiter. Die eigentliche Erlösung hast du, wenn du nicht mehr da bist. Wenn du nicht mehr auf dieser Welt bist, sondern bei Gott.
Es steht geschrieben: Die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem die Kinder Gottes vor aller Augen in dieser Herrlichkeit offenbar werden (Röm 8,19 GNB). Ja, die ganze Schöpfung seufzt nach der Erlösung der Kinder Gottes! Die ganze Natur, die ganze Schöpfung, alle Tiere, alle Lebewesen seufzen nach der Erlösung, nach der Darstellung, nach der Wiederherstellung der Kinder Gottes. Die Welt wurde durch den Menschen der Vergänglichkeit unterworfen und sehnt sich nach der Befreiung der Kinder Gottes. Wenn wir erlöst werden, wird alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt, genau so, wie es anfangs war.
Der Mensch gab den Tieren den Namen; auch dem Löwen. In einem Dokumentarfilm sah ich einmal, wie ein Fotograf bis zu einen Meter vor einen Löwen trat. Dieser Löwe tat ihm nichts. Zwei weitere Löwen lagen unweit entfernt von ihm und sonnten sich. Sie kümmerten sich gar nicht um diesen Menschen; er war ihnen egal. Die ganze Schöpfung sehnt sich nach der Erlösung der Kinder Gottes und nach der Wiederherstellung der ganzen Natur. Und sie wird auch wiederhergestellt werden, denn nur durch die Menschheit wurde sie ruiniert, versaut und verdorben. Letztendlich steckt der Teufel dahinter!
Die Gründe für das Harren und Seufzen der Natur, nach Römer Kapitel 8, ist: Der Mensch unterwarf sich selbst und die ganze Erde der Vergänglichkeit. Alles, was er tat, die ganzen politischen Systeme, ist nun vergänglich. Die ganze Pflanzenwelt, die Umwelt samt dem Menschen ist unter der Knechtschaft Satans und ihm ausgeliefert. Und die Natur seufzt! Wir haben die freie Wahl. Du kannst so oder so wählen. Beides liegt in deiner Macht. Du kannst Gott zu - oder absagen. Je mehr du Gott zusagst, desto mehr entreißt du Satan die Macht.
Die Erscheinung Jesu: Eines Tages wird Er in den Wolken des Himmels mit Seinen Heiligen kommen. Er wird die Erlösung bringen. Und eben danach sehnt sich die ganze Natur und die ganze Kreatur! Da wird kein Leid, kein Tod und kein Geschrei mehr sein, denn das Erste verging und alles wurde neu (s. Offb 21,1-4).
Die Natur und der Kosmos warten auf die Erlösung und die vollständige Wiederherstellung der ganzen Schöpfung, der Kinder Gottes, der Menschen. Der Mensch wurde als das Ebenbild Gottes geschaffen und in den Garten Eden hineingesetzt. „Sei du mein Verwalter. Sei du der Herr über dieses Universum!“ Doch der Teufel riss alles an sich; dieser Luzifer, der einmal von Gott erschaffen wurde als dieser wunderbare Stern samt dieser ganzen Erzengel. Ja, er wurde wunderbar geschaffen! Nun ist er der Widersacher Gottes. Gott kämpft nun an der Seite des Menschen um diesen Planeten und erhält ihn so gut Er kann.
Wir sollen die Schöpfung erhalten. Dazu sind wir da. Dazu erschuf uns Gott. Wir sollen die Erde füllen und sie uns untertan machen. Wir sollen Gärtner und Bauern sein. Wir sollen Landwirtschaft und Viehwirtschaft betreiben. Wir sollen die Tiere züchten, nicht nur, um sie zu konsumieren, sondern aus Liebe. Die Tiere sollen den Menschen dienen.
Wir arbeiten hier in dieser Welt an dem Rettungsplan Gottes. Wir bekämpfen die Kriege. Also, ich war schon immer ein Pazifist. Ich verweigerte meinen Wehrdienst, ging in die Schweiz und studierte Theologie. Dann kam ich zurück und wurde freigestellt. Ich musste keinen Kriegsdienst machen. Und jetzt mit 78 Jahren wird mich wohl niemand mehr holen. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt ein Gewehr bedienen könnte.
Wir müssen die Ungerechtigkeit aus dieser Welt schaffen, die Diskriminierung, die Beleidigungen, den Rassismus u. v. m. Gott hat alle Menschen lieb! Er gab für alle Menschen Seinen Sohn (s. Joh 3,16). Wir müssen dieser ganzen Gesetzeswidrigkeit Einhalt gebieten! Wir dürfen das Unrecht weder zulassen noch dulden! Das Unrecht ist Unrecht! Wir müssen unsere Stimme dagegen erheben! Deshalb unsere richtige Wahl!
Du solltest deine Stimme erheben für das, was dem am Nächsten kommt, was Gott sagt – das Gott die Völker, den Menschen und jeden Einzelnen liebt. Gott liebt jede Rasse. Er ist für den Menschen. Wir sollen die Ausbeutung bekämpfen. Du hast einen freien Willen. Du kannst Sklaven halten. Sogar viele Christen, z. B. die bibeltreuen in den USA, die ausgewandert sind von England, Frankreich und Deutschland, hielten auf ihren Plantagen Sklaven.
Gott schaffte die Sklaverei ab – das, was jetzt der Papst macht –, und Er ist auch gegen die Todesstrafe. Du kannst das Leben weder schaffen noch nehmen. Wir sollen den Menschen das Leben lassen. Ja! Und die Ungerechtigkeit bekämpfen. Dazu sind wir hier in dieser Welt. Im Jenseits brauchst du das alles nicht mehr. Da gilt das Gesetz Gottes.
Wir als Gläubige sind grundsätzlich für das Gute und für jede gute Moral. Wir sind gegen jede Form der Gewalt. Wir sollten unsere Stimme erheben, sobald es irgendwo um Gewalt geht. „Wir!“ Nein! Alle Menschen sind von Gott geliebt. Jesus starb für alle Menschen!
Wir sollen kämpfen gegen die Verletzung der Menschenwürde und für das Recht des Menschen. Wir sollen Gutes tun. Wir sollen Hunger und Armut bekämpfen. Setze dich ein für die guten Werke: Brot für die Welt, oder Caritas, oder was es auch sonst noch alles gibt. Oder hilf selber – das ist das Schönste –, hinfahren und den Leuten die Gaben überbringen. Das tat der Apostel Paulus auch.
Sei solidarisch mit den Schwachen und den Armen. Wenn jemand in Not ist, so hilf ihm. Wir sollen den bedürftigen Menschen helfen und dem Argen – dem Teufel – keinen Raum geben (s. Eph 4,27). Wir sollen alle Menschen gleich behandeln, egal ob Mann oder Frau, nicht: „Die oder der ist besser!“ Wir sollten nicht die Hautfarbe betrachten, sondern das Herz; ja, das Herz lieben.
Jesus sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! (Mt 7,12a) Und auch: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR (3 Mose 19,18b; Mt 22,39b). Das sind die Gebote Gottes. Nicht etwa: Auge um Auge, Zahn um Zahn (s. Mt 5,38). Nein! Wir sollen für die Sache Gottes kämpfen, für die Menschen kämpfen, für die gerechte Sache kämpfen.
Vor Gott sind alle Menschen gleich. Alle Menschen haben eine unsterbliche Seele. Alle Menschen sündigten vor Gott, wie nachfolgend geschrieben steht: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen (Röm 3,23). Wir leiden mit der Kreatur – also, bei mir ist das so –, denn wie schnell vergeht alles. Das ist für einen Christen ganz normal und sogar Pflicht, dass er mit der Kreatur leidet.
Wir haben nur diesen einen schönen blauen Planeten. Das ist unsere Erde. [Gott sprach:] „Macht euch die Erde untertan.“ Wir sollen zu der Schöpfung Gottes stehen und keinen Raubbau betreiben. Wir sollten einfach das Gute fördern und uns nicht von der grünen Politik bestimmen lassen. Wir sollen die Welt retten. Wir sollen den Schöpfer „retten“ und einfach mithelfen, die Welt gut zu machen, so gut es eben geht.
Wir befinden uns in einem Kriegszustand. Wir kämpfen an der Seite Gottes. Die Welt befindet sich im Gericht. Gott richtet die Erde. Gott schüttelt die Erde und die Völker – das waren Themen, die ich zuletzt einmal hielt (s. die Predigten: „Gestalte dein Leben“ vom 18.04.2026 und „Gott schüttelt die Welt“ vom 19.04.2026). Gestalte diese Erde. Gott arbeitet an dieser Erde und wir entscheiden uns für oder gegen Ihn. Wir entscheiden, ob wir Gott helfen und unterstützen, und ob wir für Ihn sind.
Ein Indianer-Opa erzählt seinem Enkel, dass in ihm zwei Wölfe kämpfen würden – der weiße und der schwarze Wolf. Und das Enkelchen fragt: „Opa, welcher Wolf von den beiden wird denn siegen?“ Der Opa antwortete: „Dieser, den du fütterst!“ Welcher Wolf wird siegen? Der weiße oder der schwarze? Gott oder der Teufel? Dieser, den du fütterst. Dieser, für den du eingestellt bist. Dieser, den du wählst. Dieser, den du an die Macht bringst.
Werde wählerisch! Das ist mein heutiges Thema. Ja, werde wählerisch in deinem Leben. Du hast die Wahl. Deine Probleme sind nicht nur deine Probleme. Es sind die Probleme der ganzen Welt. In dieser Welt kämpfst du gegen den Teufel, gegen das Böse bzw. gegen das Negative. Und wenn du jemanden in Not siehst, dann bete für diesen Menschen. Wenn ich jemanden über die Straße gehen sehe, der gebrechlich ist oder an Stöcken geht, dann bete ich für ihn. Er spürt es wahrscheinlich nicht, aber ich spreche mit dem ausländischen Geheimdienst – mit Gott –, und Er sendet Seine Engel bzw. Seine Boten. Manchmal dreht sich diese Person dann nach mir um und ich frage mich: „Was ist denn das?“ Ich habe sie gesegnet. Wir sollen segnen und nicht fluchen.
Wir sollen nicht schimpfen über das Negative in dieser Welt. Du hast die Wahl. Ich bin gegen das Schimpfen der Leute über die Politik, wenn sie sich nicht an der Wahl beteiligen. Du hast das Recht, zur Wahl zu gehen, diesen oder jenen an die Macht zu bringen, und wenn du das nicht tust, dann schickt der Teufel seine Leute, seine Agenten und Diener. Und diese tyrannisieren dich dann. Diese Leute behalten dann ihren Sünder-Status bei.
Hilf, dass die Zahl der Heiligen und der Gerechten zunimmt. Trachte nach Gottes Gerechtigkeit (s. Mt 6,33a) und nach der Liebe. Du hast die Wahl, aufzusteigen oder abzusteigen. Diese Wahl hast du hier in diesem Leben. Im Jenseits hast du keine Wahl mehr. Da bist du, was du bist (s. Pred 11,3). Aber hier kannst du dich entwickeln für das ewige Leben und für die ewige Gerechtigkeit. Hier entscheidest du, wer die Herrschaft in deinem Leben übernimmt: Gott oder die Dämonen, das Böse und das Negative, ein Geist oder ein Ungeist.
Nur du allein entscheidest über den Zustand dieser Welt. Du entscheidest, was geschieht. Du entscheidest über Sieg und Niederlage. Wir haben es in der Hand: Segen oder Fluch. Gott sprach: „Beides lege ich dir vor.“ (Siehe 5 Mose 28,1ff.) Ja, beides liegt vor dir und du kannst wählen zwischen dieser oder jener Seite.
Wähle so, wie Gott wählen würde. Entscheide dich so, wie Gott sich entscheiden würde. Nimm nur das an, was Gott auch annehmen würde. Liebe das, was Gott liebt. Sei mit den Dingen einverstanden, mit denen Gott auch einverstanden ist. Bekämpfe das, was Gott auch bekämpft. Gott bekämpft die Ungerechtigkeit, den Betrug, den Schwindel – auch diesen in der Politik.
Es steht geschrieben: Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi, damit ich – ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin – von euch erfahre, dass ihr in einem Geist steht und einmütig mit uns kämpft für den Glauben des Evangeliums und euch in keinem Stück erschrecken lasst von den Widersachern, was ihnen ein Anzeichen der Verdammnis ist, euch aber der Seligkeit, und das von Gott (Phil 1,27f.). Du sagst: „Ich habe so wenig. Ich bin so klein. Wer bin ich denn schon?“ Deine Stimme zählt, Bruder und Schwester! Ein Einzelner kann unheimlich viel bewirken!
Satan versucht, uns einzuschüchtern: „Da kannst du sowieso nichts tun.“ Doch! Du kannst Liebe üben. Du kannst Liebe verbreiten. Du kannst tapfer und mutig sein. Du kannst dich auf deine Hinterfüße stellen und sagen: „Nein, mit mir nicht. Ich mache da nicht mit!“ Denn wir haben einen freien Willen.
Luzifer, dieser Erzengel, hatte auch die freie Wahl. Er dachte sich: „Ich reiße alles an mich, um es in Besitz zu nehmen.“ Und er wurde zum Teufel. Ja, wer alles an sich reißt …, egal wer – die Engel, auch diese, die einmal dienstbare Geister waren, werden zu Dämonen. Du kannst Engel oder Teufel sein. Der Wolf, den du fütterst, wird siegen. Gott gab uns einen freien Willen und wir können uns für oder gegen Ihn entscheiden. Gott schuf den Teufel nicht, aber er wurde dazu. Das verkündige ich euch nur in aller Liebe.
Im Garten Eden musste sich der Mensch ebenfalls entscheiden. Gott testete ihn. Er pflanzte zwei Bäume in diesen Garten und befahl: „Von allen Bäumen dürft ihr essen, nur von diesen beiden nicht (s. 1 Mose 2,16-17a). Es gibt gute und schlechte Entscheidungen, und ich möchte dir Mut machen: Fange an, dich für das Gute zu entscheiden.
Die Jehovas Zeugen lehnten eine Zeit lang jede Wahl ab. Als sie wählen mussten, schrieben sie auf den Wahlzettel: „Wir wählen das Nichts!“ (Siehe Ps 73,25) Irgendwelche Politiker zu wählen ist ja wirklich nichts, aber du musst deine Bürgerpflicht tun. Gott testet uns, wie wir uns entscheiden. Und wir müssen uns nur zwischen zwei Personen entscheiden: zwischen Gott und Satan, dem Antichristen. Satan oder Jesus. Wir können nicht viel wählen – entweder dieses oder jenes.
Geist oder Fleisch? Auf welcher Seite stehst du? Jesus sprach,was nachfolgend geschrieben stehet: Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Mt 6,24). Wem möchtest du gehorchen? Wem möchtest du dein Leben zur Verfügung stellen? Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Du kannst kein Doppelagent sein. Irgendwann wird es hervortreten.
Jakobus, der Bruder des Herrn, sagte einmal, was nachfolgend geschrieben steht: Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, meine Brüder und Schwestern. Lässt auch die Quelle aus einem Loch Süßes und Bitteres fließen? (Jak 3,10f.) Für wen entscheidest du dich? Du hast freie Wahl hier in diesem Leben. In der Ewigkeit nicht, wie nachfolgend geschrieben steht: Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht (Hebr 9,27). Dann werden wir vor Gott stehen. Wenn du erst einmal vor Gott stehst, kannst du dein Leben nicht mehr beeinflussen.
Im Diesseits kannst du dein Leben noch beeinflussen: Christus oder Antichristus – davon hängt dein Leben bzw. dein Überleben ab. So viele Menschen wählen den Antichristen. Sie folgen diesem falschen Propheten bzw. den falschen Messiassen. In welche Richtung bewegst du dich? Gehst du auf das Ziel zu? Mehr von Jesus! Mehr, bis zu Letzt!
Wir wollen einmal sehen, ob wir in der richtigen Partei sind, in der richtigen Firma, bei dem richtigen Herrn. Wem dienen wir? Josua sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen (Jos 24,15). Kannst du das auch von dir sagen? Entscheide dich. Vielleicht bist du zunächst einmal voller Widerwillen. Vielleicht hat der Herr dich überredet bzw. überwunden. Entscheide dich für Gott. Deine Entscheidung, deine Reaktion ist wichtig.
Die Würfel sind bereits gefallen: Satan ist der Herr dieser Welt, und er sprach: „Alle Reiche will ich dir geben“, aber Jesus sprach: „Nein, danke. Ich verzichte auf diese Reiche“ bzw. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Siehe Joh 18,36a) Also, wenn du Jesus wählst, wählst du das ewige, unsichtbare Reich, das in der Ewigkeit existiert, und dementsprechend lebst du. Du entscheidest es für dein Leben und wirst wieder gutmachen. Du wirst vergeben, wo du nur kannst (s. Lk 6,37c).
In der Ewigkeit bist du außerhalb von Raum und Zeit. Dort kannst du die Entscheidungen nicht mehr treffen. Ich sage das immer wieder. Schon 59 Jahre predige ich darüber. In der Ewigkeit kannst du dich nicht mehr entscheiden. Da sind die Weichen schon gestellt. Da ist alles schon vollbracht und vollendet. Da gibt es keinen Plan B mehr. Manche glauben: „Im Fegefeuer kann ich mich noch bekehren oder verbessern!“ Nein, das geht nicht mehr. Es ist geschehen. Es ist vorbei.
Erwählt, wem ihr dienen wollt. „Ich aber und mein Haus“ – „Ich und meine Familie!“, „Ich und meine Nachkommen“ – [wir] „wollen dem HERRN dienen.“ Nur in diesem Leben kannst du noch wählen und du dich entscheiden. Darum ist unsere Zeit so wichtig! Meine Zeit und meine Gaben sind so wichtig! „Wofür setze ich mich ein?“ Die Ziele, die du verfolgst, sind so wichtig!
Hier werden die Weichen gestellt für die Zukunft. Hier bestimme ich über mein Schicksal, und niemand anderes; kein Politiker im Reichstag oder wo auch immer er sich befindet. Selbst wenn ich ein Sklave wäre, bestimmte ich über mein Leben. Ich kann immer noch an den Sieg Jesu glauben, so wie es die Farbigen in Südamerika tun: „We shall overcome!“ „Wir werden eines Tages siegen!“ Eines Tages werden wir in einer ewigen Position sein!
Es sind die kleinen Dinge, über die du entscheidest – die Kleinigkeiten deines Lebens. „Was koche ich heute?“ „Wem diene ich?“ „Wohin gehe ich?“ „Was unternehme ich heute?“ Du musst hier keine großen Dinge vollbringen; nur Liebe üben. Das ist schon sehr viel. Das erste Gebot lautet, wie nachfolgend geschrieben steht: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1 Kor 13,13). Das solltest du jetzt lesen und auswendig lernen. Alles vergeht, nur die Liebe bleibt. Auch die Hoffnung, der Glaube und die Religion vergeht, und alles das, was du so an religiösem Zirkus machst. Das wird es eines Tages nicht mehr geben.
Wo sind all die Leute, die Heilung erlebten? Das frage ich mich oft in meinem Herzen. Die Liebe ist es, die dein Leben bestimmt – nicht die reine Lehre. Manche Leute sagen: „Die reine Lehre! Die reine Wahrheit!“ Nein, nicht die Werke, nicht das Übernatürliche, nicht die Leistung eines Menschen – das Pharisäertum –, sondern der innere Mensch ist das Entscheidende!
Die Liebe hat einen ewigen und bleibenden Wert. Alles andere ist vergänglich. „Und hätte ich der Liebe nicht“, sagt Paulus, „da wären alle Handlungen, ob groß oder klein, nichtig. Auch der Glaube, alles Wissen, alle Opferbereitschaft – wenn ich meinen Leib verbrennen würde für diese oder jene Sache – das wäre wertlos ohne der Liebe (s. 1 Kor 13,3). Das ganze Märtyrertum ohne Liebe ist wertlos.
Du kannst sogar in Engelzungen schön, schmalzig, heilig, gottgefällig und liebevoll reden – ja Süßholz raspeln –, das alles ist nichts ohne der Liebe. Ich könnte in Engelzungen reden – und so viele Menschen tun das, in aller Liebe gesagt –, doch das ist nur frommes Gepiepse, mehr nicht. Die Liebe ist das, was zählt!
Ich lese, was im 1. Korintherbrief Kapitel 13 geschrieben steht: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze (1 Kor 13,1-3). Und so viele Menschen leben ein nutzloses Leben! Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe – so wie Franz von Assisi oder Mutter Teresa. Hier auf dieser Welt entscheidet sich, ob du nützlich oder unnütz bis, ob deine Werke aus Liebe sind oder nur pro forma gemacht wurden, um den Menschen zu gefallen.
Und ich wiederhole, was geschrieben steht: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1 Kor 13,13). Ohne der Liebe ist alles nichts. Ohne der Liebe bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Ohne der Liebe bin ich gar nichts, selbst wenn ich Berge versetzen und mit Engelzungen reden könnte, und wenn ich Glauben hätte – ohne Liebe, was wäre dann das Leben? Ohne Liebe und Herzenswärme bin ich nichts, verstehst du? Ich kann kalt darüber hinweggehen. Die Liebe – das ist es, was Gott will.
Ein Leben ist nur so viel wert, wie viel Liebe es enthält. Die Liebe ist die höchste Tugend. Das ist das Einzige, was auf dieser Welt zählt und was Bestand und einen Ewigkeitswert hat. Ja, die Liebe! Geschwister, deshalb ist es so wichtig, dass wir die Liebe haben! Gott sprach: „Israel, ich lege euch beides vor: den Weg des Segens und den Weg des Fluches. Erwählt, wem ihr dienen wollt.
Vor dir liegt der Weg des Sieges und der Weg der Niederlage. Fange an, zu lieben, auch diese Menschen, die dir unsympathisch sind. Es gibt so viele Menschen, die nur die lieben können, die ihnen auch sympathisch sind, die dasselbe Gebetsbuch haben oder die ihre Partei vertreten, oder die ein und derselben Religion zugehörig sind. Liebe alle Menschen, auch wenn sie komisch sind. Denn du kannst vor Gott nicht weglaufen!
Jona lief vor Gott weg. Er ging in Richtung Tarsis und sprach: „Ich liebe nur die Juden, die Gott wegliefen und in Tarsis leben“ usw. Er wollte nicht nach Ninive gehen (s. Jon 1,3). Doch gerade dort – nach vierzig Tagen, das entspricht einer Generation – wird Ninive untergehen (s. Jon 3,4). Und Ninive ging unter, nach drei Generationen bzw. nach hundertzwanzig Jahren. Alles geht unter! Alle Reiche dieser Welt verblassen und gehen unter, egal welche!
Die Liebe sollte unser Leben bestimmen. Gott sagt: „Ich lege euch den Weg der Verdammnis und den Weg der Herrlichkeit vor! Ja, beide Wege: den Weg der Verdammnis und den Weg der Herrlichkeit. Das ist der schmale und der breite Weg (s. Mt 7,13f.). Beide Wege liegen vor dir. Welchen davon wählst du? Du kannst die Worte Gottes annehmen oder ablehnen. Du kannst einen der beiden Wege verwirklichen oder ignorieren. Das eine sind göttliche Ziele – deine Erwählung und deine Berufung, die du im Gehorsam befolgst –, und das andere nicht.
Gott will, dass du Ihm im Gehorsam dienst. Erwählt heute, wem ihr dienen wollt. Diese Frage stellt dir Gott heute. Er stellt sie dir nicht morgen, sondern heute. Morgen kann es zu spät sein! Liebe heute Gott. Heute kannst du es noch. Liebe dich und dein eigenes Leben, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und nun geht Gott noch ein Stückchen weiter, denn Er spricht: „Liebe deine Feinde.“ (Siehe Mt 5,44) Beginne, deine Feinde zu lieben. Denn auch deine Feinde sind von Gott gewollt, von Gott geschaffen und von Gott gesegnet.
Segne deine Feinde! Das ist für das diesseitige Leben wichtig, nicht für das jenseitige; obwohl auch das hilfreich sein kann. Gehe auf die Ewigkeit zu. Du musst jetzt, heute und hier leben. Das ist so wichtig, weil du keine andere Wahl hast. Jetzt musst du leben. In der Ewigkeit musst du Gott lieben, denn da bleibt dir nichts anderes mehr übrig. Da musst du dich selbst lieben. Da gibt es die anderen nicht mehr.
John Wesley und George Whitefield – die Gründer des Methodismus – stritten sich einst. Ein Bruder sagte dazu: „Du musst mit George Whitefield einmal zusammen die Ewigkeit verbringen; bei Gott in Seiner Ewigkeit.“ Daraufhin erwiderte er: „Ja, ja, ja, das werde ich schon. Aber George Whitefield wird ganz weit weg sein.“ Vergiss diesen Schmarren! Vielleicht ist er ganz nah bei dir. Derjenige, der dir zu schaffen macht, ist vielleicht ganz nah an deiner Seite.
Gott fügt die Menschen immer paarweise zusammen: Petrus und Johannes; Petrus, das Großmaul, und Johannes, den lieben Jünger Jesu, verstehst du? Johannes, der so still war und am Herzen Jesu ruhte (s. Joh 13,23). Du hast die Entscheidung. Und diese Entscheidung kannst du niemand anderem überlassen. Es betrifft dich. Es steht geschrieben: [Jesus] Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu (Mt 20,23a).
Du bestimmst, je nach dem, wie du gelebt hast, deine Ewigkeit. Jetzt bestimmst du dein Leben. Erwählt, wem ihr dienen wollt. Erwählt, welchen Weg ihr gehen wollt. So viele Menschen erwählen das Schlechte, das Verderben, den Fluch. Du wirst den Krebs – das Negative – kaum los. Du hast gewählt! Manche Leute fragen: „Warum geht es mir denn so schlecht?“ Du hast die Wahl getroffen für diese oder jene Partei.
Sei wählerisch in deinen Beziehungen. Hüte dich vor den falschen Wegen, die in die Irre führen. Meine Bibel sagt: Wenn wir uns im Tal der Entscheidungen befinden, baue keine Hütten – keine Häuser –, denn hier haben wir keine bleibende Stadt (s. Mt 7,24-27; Hebr 13,14).
Wege, die kein vernünftiges Ziel haben, vergehen so schnell. Lass dich vom Teufel nicht auf Abwege bringen. Achte auf die Verführer in deiner Umgebung, Menschen, die dir irgendwelche Ziele vorgaukeln. Wir hörten das Lied: „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten.“ Aber die Gedanken sind gar nicht so frei! Der Teufel versucht, uns Gedanken einzupflanzen.
Ende September finden hier die Wahlen statt. Schon jetzt treten die Schilder mit Reklame der verschiedenen Parteien hervor. Sie wollen jetzt deine Gedanken beeinflussen: „Wähle uns!“, ob du mit diesem oder jenem Auto fährst, ob du diese oder jene Energie nutzen solltest u. v. m. Lasse dich nicht auf Abwege bringen. Unser Ziel ist das Ziel des Heiligen Geistes. Dieses Ziel ist, den Willen Gottes zu tun. Und das ist die Liebe.
Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst und du kannst machen, was du willst hier in diesem Leben. Liebe alle Menschen, denn sie sind von Gott geschaffen. Liebe deine Feinde. Jesus starb für deine Feinde. „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Siehe Lk 23,34a) Jesus starb für die Juden, Er starb für die Römer und Er starb für die ganze Menschheit.
Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und das sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (s. 1 Tim 2,4). Gott liebt alle Menschen. Das ist die Realität. Stelle dich dieser Realität jetzt schon heute und hier. Liebe alle Menschen. Der Mensch ist das Liebesobjekt Gottes. Er schuf ihn nach Seinem Bild. Es steht geschrieben: Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht (1 Joh 4,20). – Und keiner sah Gott bisher (s. Joh 1,18a), und er wird Ihn auch nicht sehen, denn wenn er Ihn sehen würde, dann würde er sterben (s. 2 Mose 33,20) – also, wenn du an deinem Bruder und an deiner Schwester vorbeigehst bzw. dein Bruder und deine Schwester dir gleichgültig sind.
Es gibt ein schönes Lied: „Gott ist die Liebe“. Ja, Er ist die Liebe, aber wir sollen angesteckt werden von dieser Liebe, der Liebe Gottes. Hüte dich vor allen Extremisten, vor allen Rassisten, vor allen, die Gott nicht lieben, sondern nur sich selbst. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ Das sagte man vor ein paar Jahren. Nicht nur die Deutschen, nicht nur die Amerikaner, nicht nur die Chinesen – Gott liebt alle Menschen. Halleluja! Er liebt alle Menschen, unabhängig von Sprache und Schattierung. Der Antichrist liebt nur die Deutschen oder die Amerikaner, oder diese und jene Nation. Entscheide dich: Für wen bist du da?
In der Bibel haben wir die Geschichte von Jonatan und David. Jonatan wurde eine schwere Entscheidung auferlegt: David oder sein Vater Saul, den Gott verwarf (s. 1 Sam 18 - 20). Er schwankte zwischen zwei Seiten, zwischen David und seinem Vater Saul. In dieser Welt kannst du nicht zwei Herren dienen. Du musst dich entscheiden. Es endete damit, dass er mit seinem Vater Saul starb, der Selbstmord beging (s. 1 Sam 31,4c.2.6). Du verlierst alles, wenn du auf zwei Hochzeiten tanzt. Dann hast du weder das eine noch das andere. Sei entschieden!
Ein indischer Bruder dichtete in den dreißiger Jahren das Lied: „Ich bin entschieden zu folgen Jesus“ – „Die Welt liegt hinter mir, das Kreuz steht vor mir“ usw. Ich bin entschieden zu folgen Jesu. Stell dich auf die Seite Jesu. Du musst dich entscheiden. Menschen, die nicht wählen und sich nicht entscheiden wollen, ereilt der Tod. Ich denke nur an die Frau des Lot. Gott führte sie aus Sodom und Gomorra heraus. Das war Gnade! Lot schaute nur auf seine Vorteile, auf das Leben, das er in Sodom und Gomorra hatte, doch Gott führte ihn heraus.
Nichts hat einen bleibenden Wert. Doch Lot übersah alle Nachteile bzw. die Sünde, die in Sodom und Gomorra herrschte. Er wurde herausgeführt. Seine Frau schaute zurück und erstarrte zu einer Salzsäule. Das steht in der Bibel. Sieh einmal nach (s. 1 Mose 19,26).
Hüte dich vor denen, die dich treiben: „Schnell, schnell, schnell!“ Die Engel und die Liebe Gottes treiben dich nicht. Gott lässt sich Zeit. So ließ sich Gott auch Zeit bei Lot. Dieser sprach: „Ich bin ein alter Mann. Ich kann nicht mehr so schnell laufen! Lass mich zunächst einmal die kleine Ortschaft Zoar erreichen, bis ich dort Frieden habe. Und der Engel Gottes wartete, bis es soweit war, also solange, bis Lot Zoar erreicht hatte (s. 1 Mose 19,18-22).
Er und seine beiden Töchter kamen aus Sodom heraus. Wenn fünfzig Gerechte in Sodom wären, würde Gott diesen Ort nicht untergehen lassen (s. 1 Mose 18,26). Aber da waren nicht einmal fünf Gerechte! Ja, das war Sodom. Gott fordert dich auf: „Entscheide dich!“ Gott will nur Freiwillige haben. Dich zwingt niemand: „Du musst dich für Ihn entscheiden!“ Niemand muss sich für Gott entscheiden. Niemand muss in den Himmel kommen. „Im Himmel und in der Hölle“, sagte einmal jemand, „gibt es nur Freiwillige!“
Wir sind im Tal der Entscheidungen. Wähle das Nützliche und das Gute. Das Unnütze lass stehen und bleiben, ja. Du musst zwischen Religion und Gott wählen. Religion ist bei vielen nur ein Hindernis. „Ich bin katholisch!“, „Ich bin evangelisch!“, „Ich bin ein Moslem!“, „Ich bin ein Buddhist!“, „Ich bin gar nichts!“ Religion gehört zum Reich der Finsternis. Der Teufel sagt: „Alle diese Reiche will ich dir geben“ usw. Aber Jesus sagt: „Danke, ich will sie nicht.“ Und: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Wähle das Reich des Himmels.
Wähle den Himmel! Religion bringt dich eher von Gott weg als zu Gott hin. Wir müssen in dieser Welt leben. Das bleibt niemandem erspart. Du kannst nichts dafür, dass du hier bist und dass du Johannes Matutis heißt oder wie auch sonst. Wir sind verdammt, in dieser Welt zu leben und unser Leben zu gestalten, unsere Stimme zu erheben gegen jede Ungerechtigkeit. Werde wählerisch.
Ich habe Jesus bereits in jungen Jahren gewählt. Meide die ganzen Scheinchristen. Es steht geschrieben: Sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! (2 Tim 3,5) Ja, meide die Scheinchristen, die überall und auf jeder Hochzeit tanzen. Meide die ketzerischen Menschen. Meide die ungeistlichen Menschen. Meide die frommen Schwätzer, die fromm reden. Meide die selbstgerechten Pharisäer, die erhobenen Hauptes sind. Meide die lauen und untreuen Christen, die unzuverlässigen und verantwortungslosen Christen. Ja, meide die oberflächlichen Christen.
Es steht geschrieben: Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer auf seinen Weg achtet, bewahrt sein Leben (Spr 16,17). Der Weg der Frommen ist den Gottlosen arg. Sie wollen es nicht. Und du willst es auch nicht. Du willst nicht den Weg der Gottlosen. Sitze nicht, wo die Spötter sitzen (s. Ps 1,1). Wähle, wo du einst in der Ewigkeit sitzen möchtest.
Im Buch Hiob lesen wir, was nachfolgend geschrieben steht: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht (Hiob 28,28). Unser Endzeitproblem ist nicht die Verfolgung, sondern die Verführung. Wem willst du dienen? „Ich aber und mein Haus, [wir] wollen dem HERRN dienen.“ Das ist nicht einfach, aber bete dieses Gebet jeden Tag.
Wir werden auf allen Gebieten versucht und angefochten. Die Kinder folgend nicht oder dieser und jener geht nicht mit. Satan will uns in die Knie zwingen. Aber du beugst deine Knie vor Gott und betest: „Himmlischer Vater, ich und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Und wenn Du willst, dass mein Fleisch, meine Nachkommen, meine Kinder, Dir dienen und sich nicht vom Konsum dieser Welt beeinflussen lassen – nur schnelle Autos, Smartphones, Häuser und dieses und jenes – dann bitte bewirke es!
Du kannst nicht gleichzeitig Gott und dieser Welt dienen. Du musst dich entscheiden für wen du da sein willst. Jesus bewährte und behauptete sich. Er sprach, was nachfolgend geschrieben steht: Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat (Joh 6,38). Sei für den Willen Gottes da, auch bezüglich der kleinen Dinge des Alltags. Und wir leben hier unseren Alltag. Wenn du gestorben bist, dann ist das nicht mehr möglich. Dann ist der ganze Spaß vorbei. Dann ist Schluss mit lustig (s. Buch von Peter Hahne: „Schluss mit lustig“ – Das Ende der Spaßgesellschaft).
Jetzt hast du die Zeit, das Gute zu tun und geschehen zu lassen. Gehe nur drei Tage durch Ninive und sprich: „Ninive ist dem Untergang geweiht!“ Alles in dieser Welt ist dem Untergang geweiht, aber das Reich Christi bleibt. „Dein Reich komme“ beten wir im Vaterunser (s. Mt 6,10a). Das ist etwas ganz anderes als die ganzen Weltreiche. Dein Reich entsteht nicht durch Menschenhand. Es ist ein Werk Gottes. Es entsteht inwendig in uns, wie nachfolgend geschrieben steht: Da er [Jesus] aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch (Lk 17,20f. LUT 1912).
Du musst wählen zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Viele halten es in ihrer Gemeinde nicht mehr aus, weil sie unbiblische Lehren verkündigen oder praktizieren. Es steht geschrieben: Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise (2 Thess 2,3a). Bleibe konstant. Hier musst du dich bewähren. Hier musst du sagen: „Ich bleibe bei meinem Jesus. Meinen Jesus habe ich erwählt. Ich vertraue Ihm und ich gehe mit Ihm.“ Ich weiß, dass dich deine Frömmigkeit nicht retten wird, aber du hast dich für Jesus entscheiden.
Jesus kommt wie ein Dieb in der Nacht (s. 1 Thess 5,2) und viele werden sagen: „Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt?“ Aber Er wird erwidern: „Ich kenne euch nicht. Wer seid ihr?“ (Siehe Mt 7,22f.) Er wird Liebe in unserem Leben suchen. Du bist vielleicht kein Übertäter, aber du hast keine Liebe für deine Mitmenschen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Auf dem Apostelkonzil in Jerusalem diskutierten sie. Auch da gab es Streitereien. Ja, es gibt manchmal Streit. Auch das ist christlich. Sie stritten hin und her: Sollen wir die Heiden als ebenbürtige Christen und Gläubig aufnehmen – die Heidenchristen –, ja oder Nein? Sie stritten solange, bis Jakobus dann schlichtete und sagte: „Es hat uns und dem Heiligen Geist gefallen.“ Es muss uns und dem Heiligen Geist gefallen (s. Apg 15,28). Das ist der Weg!
Die Chinesen sagen: „Wenn du eine Stadt verderben willst, verdirb den Priester, den Bürgermeister, den Hirten. Versuche ihn! Verführe den Wächter. Täusche ihn. Denn dann ist die ganze Stadt verdorben. „Ich lege dir vor“, spricht der Herr, „Segen und Fluch“. Und das geht alles vom Altar aus. Hier ist die Predigt. Das ist Gottes Wort: „Ich lege dir vor“ usw. Sei wählerisch, wem du deine Kinder anvertraust, mit wem du durch dick und dünn gehen möchtest, wem du eines Tages deine Ewigkeit anvertrauen möchtest u. v. m.
Jetzt musst du dein Leben leben. Jetzt musst du dir Sorgen um dieses und jenes machen. Jetzt musst du dich fragen: „Wie teuer ist eigentlich im Augenblick das Benzin?“ Du musst jetzt allen möglichen Fragen nachgehen. Doch wenn eines Tages die Stunde X kommt, wirst du vom Schlaf erwachen, bei Gott sein und keine einzige Frage mehr stellen.
Fünfundneunzig Prozent der Christenheit ist verführt. Die restlichen fünf Prozent der Christen leben so hin und her. Die Heiligen haben abgenommen (s. Ps 12,2a). Das ist die Endzeit. Der Mensch lebt nur noch für den Zeitgeist. Was er sieht, ist ihm wichtig. Er dient nur noch dem Mammon. Aber Jesus sagt: „Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen.“ Im rasanten Tempo rinnt die Zeit dahin. Wie schnell wirst du alt und grau! Selbst wenn du einhundert Jahre alt werden solltest – das Leben verrinnt. Mit 180 km/h rauschen die Dinge des Lebens an dir vorbei.
Es ist so wichtig, dass du heute das Leben wählst! Wähle heute das richtige und das wahre Leben. Die ganzen Tabus – lasse sie liegen! Viele Gesetze wurden und werden geändert. Falsche Propheten stehen auf und die Welt geht weiter. Es geschehen so viele Wunder. Halte dich nicht an Wundern auf. Lebe weiter. Die Wunder sind nur ein Zeichen: Gott liebt dich! Gott ist für dich und für dich da! Gott will dir helfen! Aber es ist natürlich schön zu wissen. Doch niemand wird selig, der viele Wunder erlebte. Du wirst selig, wenn du Liebe hast.
Liebe die Schöpfung. Liebe die Natur. Liebe das, was Gott dir vor die Füße legt. Erwählt, wem ihr dienen wollt. Gott entzieht der Welt den Segen; Er möchte ihn dir geben, jetzt in diesem Zustand, ja. Wähle nicht das Falsche und Verkehrte. Wähle das Richtige jetzt für dein Leben. Sei wählerisch. Wer kontrolliert dich? Wer bestimmt dein Leben? Lerne das Richtige, denn du bist hier, um für dein Leben zu lernen und nicht für die Ewigkeit, sondern für dein Jetzt, für dein Hier und für dein Heute.
Du entscheidest dich, was du annimmst. Deshalb sortiere sorgfältig aus. „Das will ich und das will ich nicht.“ Gott gab dir Willensfreiheit. Du kannst dich entscheiden zwischen dem guten alten Weg des Evangeliums oder für das moderne Wohlstandsevangelium. Bezahlen kannst du das Wohlstandsevangelium sowieso nicht. Das funktioniert bei den wenigsten Menschen.
Gott gab dir einen Verstand und legte dir alle Werkzeuge in deine Hand, damit du sie gebrauchen kannst. Du sollst über dein Leben bestimmen, gleich dem verlorenen Sohn. Er bestimmte über sein Leben. Er hatte die Wahl. „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen“ usw. (Siehe Lk 15,18a) Du musst zu deiner Zukunft Ja sagen, und zwar jetzt und hier. Du musst sagen: „Ja, ich will zu meinem Vater gehen“ und es dann auch wirklich tun.
Du musst der Stimme Gottes – deines Herzens – gehorchen. Das, was Er dir sagt, das tue (s. Joh 2,5). Hast du die Entscheidung für Gott schon getroffen? Das ist die Frage, die ich dir heute stelle. Heute kannst du noch wählen. Ob du das morgen auch noch kannst, hast du nicht in deiner Hand. Nimm Gott und die Hilfe des Heiligen Geistes in Anspruch: „Heiliger Geist! Bitte hilf mir, mich richtig zu entscheiden!“ Deine Entscheidung bestimmt dein weiteres Leben und deine Resultate. Wähle den Willen Gottes und das Gute! Es steht geschrieben: Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit (1 Joh 2,17). Entscheide dich also, Gott zu gehorchen, wie nachfolgend geschrieben steht: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden (Mt 6,10b). Das wird dein Leben verändern und verbessern!
Als ich damals in der DDR war – dort war ich öfter – und etwas für meine 25 DM Tagessatz kaufen wollte, entschied ich mich dafür, einen Dresdner Zopf zu kaufen. Doch der Verkäufer sagte: „Nein, kaufen sie das nicht. Wir haben Bückware!“ Weißt du, was Bückware ist? Man bückt sich und holt etwas unter dem Tisch hervor.
Lebe nach der Bückware Gottes, also nach dem, was du im Gebet empfängst und was Gott dir gibt! Entscheide dich für das Gute und für Seinen Willen! Entscheide dich für die Liebe Gottes und lebe aus dieser Fülle heraus!
Gebet: Lieber Gott, ich danke Dir! Ich möchte mit Dir zusammenarbeiten. Und ich habe heute meine Geschwister und Freunde eingeladen, mit Dir und mit der Liebe zusammenzuarbeiten. Wir sind hier im Tal der Entscheidungen und wir möchten den Auftrag Gottes erfüllen, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, zur Ehre Gottes und in Dankbarkeit Ihm gegenüber. Halleluja! Gott möge uns segnen. Wir hören ein Lied und nehmen währenddessen das Opfer auf. Amen


